Mittagsschlaf adé – wie das fehlen einer Stunde mich aus dem Rhythmus bringt

Das Thema “ Schlafen“ war lange Zeit ein großes Reizthema für mich:

erst schlief hier gefühlt keiner, dann nur auf mir drauf. Später wurde dann ständig nur kurz auf mir geschlafen usw. Irgendwann platze dann der Knoten: ich konnte die schlafenden Zwillinge ablegen. Zunächst nur abends, später dann auch tagsüber. Zum ersten Mal seit über einem Jahr hatte ich wieder Zeit nur für mich. Was für eine Offenbarung: ALLEINE etwas machen. Lesen, malen, baden oder schlicht nur Serien ansehen oder Haushalt erledigen. Der Zeitraum in dem die Kinder alleine schliefen wurde immer größer. Die Freiheit auch. Ich konnte lange Telefonate führen oder auch skypen. Ich konnte viele Artikel schreiben und Kontakte pflegen. Mit der Zeit etablierte sich ein Rhythmus: Um 6.30 Uhr aufstehen, um 12 Uhr ins Bett zum Mittagsschlaf und zwischen 14.30 und 15 Uhr wieder raus, zum Nachtschlaf gings um ca. 20.30 Uhr. Was für tolle Zeiten! Ich habe meinen Tagesablauf darauf abgestimmt und alles war toll. Für so 5 Monate zumindest. Denn dann wurde hier der Mittagsschlaf von den Knödels abgeschafft.

 

Hilfe mir fehlt ne Stunde!!!

 

Mit dem Wegfall des Mittagsschlafs ist auch mein Tagesablauf abhanden gekommen. Die Kinder schlafen länger und gehen früher ins Bett. Dazwischen gibt es aber keine Zeit in der ich mal zur Ruhe kommen kann. Und damit kam ich ins schleudern, mein Rhythmus ist abhanden gekommen. Dadurch das ich morgens mit den Kindern aufstehe  fehlt mir morgens (gefühlt) ne Stunde Zeit in der ich schnell grob Ordnung schaffen konnte, einen Kaffee trank und den Kindern ein Frühstück richtete. Je nachdem was wir geplant hatten folgte Haushalt oder Unternehmungen, pünktlich zum Mittagsschalf sind wir wieder heim gegangen, dann gings ins Bett und ich erledigte den Rest der liegen geblieben war, wartete auf das Aufwachen der Kinder und startete dann das Nachmittagsprogramm und bereitete mit ihnen das Abendessen zu. Dann gings in die Badewanne und ins Bett. So richtig schön spießig und planbar. Nach dem mir ja morgens schon ne Stunde gefühlte Zeit fehlt in der ich nicht in den Trott komme, fehlt Mittags auch ne Stunde und gleichzeitig ist es eine zu viel, das was ich früher in der Zeit machte, ging nicht mehr und was ich jetzt in der Zeit machen soll weiß ich nicht so genau, da probieren wir gerade was für uns passt aber gefunden haben wir noch nichts.

Die Stunde zu wenig/ zu viel macht den Nachmittag zäh und langatmig und führt dann später zu Stress den Abends fehlen gleich 2 Stunden! Während ich noch versuche einen Rhythmus zu finden, muss ich eigentlich das Abendessen vorbereiten und pünktlich auf den Tisch schaffen, sonst droht ne Katastrophe in Form von übermüdeten zweihjährigen. Ihr kennt das oder?

 

Auf der Suche nach einem neuen Beat!

 

Nachdem ihr jetzt also wisst das mir im Laufe eines Tages 3 Stunden abhanden gekommen sind und ich davon eine zur falschen Zeit wieder gefunden habe, erzähle ich euch mal welchen weiteren Einfluss das auf unseren Alltag hat:

Da ich nicht weiß wie ich wann und womit anfangen soll herrscht hier Chaos. Treffen mit Freunden scheitern zur Zeit an den Schlafenszeiten aller beteiligten Kinder oder aber an den Arbeitszeiten von uns. Oder an Terminen sonstiger Natur. Nachmittags das Haus zu verlassen ist gleichbedeutend mit einer Einladung zum Abendessen:

Da die anderen Kinder noch einen Mittagsschlaf machen können wir erst spät los und müssen früh wieder weg. Da wir zum Teil ne ordentliche Strecke fahren müssen kollidiert das brutal mit der aktuellen Bettzeit der Zwillinge – ohne Abendessen direkt ins Bett ist aber auch nichts -> Nachts gibts dann schmacht! Und wecken zum Essen? Neee das würden beide mir extrem Übel nehmen. Vormittags ist es übrigens das Gegenteil: Da Motte und Knödel erst zwischen 8 und 8.30 Uhr aufstehen und erst ab 10.00 Uhr ausgeh/besuchsfertig sind artet es dann in Stress aus: ab 12.30 läuten die anderen Kids den Mittagsschlaf ein während meine beiden gerade erst warm gelaufen sind.

Um das Chaos zu minimieren versuche ich gerade verschiedene Abläufe und Motivationsmöglichkeiten aus, zumindest funktioniert das inzwischen so weit, dass hier wieder Ordnung herrscht, auch das mit dem Essen am Abend habe ich wieder im Griff, nur ne gute Zeit für das regelmäßige Bad, das die kleinen so lieben, habe ich noch nicht gefunden. Und ne Lösung für die sozialen Kontakte ist auch noch nicht so wirklich da.

 

Und gerade als wir einen neuen Rhythmus fanden brach alles wieder zusammen..

Nachdem wir uns wieder eingespielt hatten passierte dann ja auch so ziemlich das dümmste was kommen könnte: Ich brach mir meinen Zehen und bin vorübergehend zum nichts tun verdammt. Und wisst ihr was? Ich bekomme mal wieder nichts auf die Reihe…

Wie war das denn bei euch so, als der Mittagsschalf von euren Kids abgeschafft wurde? Und wie habt ihr euch wieder eingespielt?

P.S. Mein gelegentlich gegönntes Mittagsschläfchen ist ja jetzt auch passé… Welch unglück!

Zwillingsmütter stehen Rede und Antwort! #1 Uli

Uli ist eine bemerkenswerte Person, Mutter von 3 Kindern, selbstständige Friseurmeisterin, eine Menge Kleinvieh und ein Ehemann runden ihren Alltag ab. Doch was ich sehr beeindruckend finde: Uli stillt ihre Zwillinge und spendet außerdem noch Muttermilch- für einen erwachsenen Mann, der an Krebs erkrankt ist. Keine Frage, diese Frau müssen wir näher kennen lernen.

 

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1. Erzähl doch mal ein bisschen über dich:
Ich heiße Uli, bin verheiratet und Mama von 3 Kindern. Frida im Mai 2013 geboren und ihre Zwillingsbrüder Hugo und Franz nicht ganz 2 Jahre danach im Mai 2015. Mein eigentlicher Traumberuf war immer Altenpflegerin.Will was Gutes tun! Habe mich dann aber doch spontan dazu entschieden Friseurin zu werden.

Mein Job hat mir immer sehr viel Spaß gemacht und deshalb habe ich mich viel weitergebildet und irgendwann dann den Meister gemacht um selbstverständig zu sein. Mein Motto ist: „wer aufhört besser zu sein, hat aufgehört gut zu sein“. Mein Geschäftlein (ganz bewusst 1 Mann Betrieb) ist sofort explodiert.

Ich habe mein Leben genossen. Hatte nen sehr geilen Job, mit klasse Kunden, ein tolles Haus, auf großem Grundstück, viele Freunde und einen tollen Mann! Es war alles so perfekt! Jeder Tag war ein Abenteuer! Es gab ein ganz großes „aber“: mein Mann wünschte sich sehnlichst ein Baby/Kind. Wenigstens eines… Ein Kind kam aber für mich nicht so schnell in Frage. Manchmal war ich mir nicht sicher, ob ich nicht sogar einfach gar keines möchte 😕 und ein Einzelkind schon gleich gar nicht!
Mein Mann hat mir 10 Jahre wirklich jeden Wunsch erfüllt, den ich hatte (das tut er übrigens heute auch noch) und mein 30er rückte auch immer näher.

Auf der Hochzeit meiner liebsten Freundin, bei der ich sogar Trauzeugin sein durfte, habe ich meinem Mann gesagt, dass ich bereit bin Mama zu werden. Und was soll ich sagen…. 8 Tage später war die kleine Frida in meinem Bauch 😅 meeeega Schock, aber ich habe mich natürlich auch gefreut. Und mein Mann war vom ersten Tag an voll mit dabei.

Die Schwangerschaft war ganz böse. Mir ging es schlecht und die Diagnosen waren nicht gut! Ich hatte eine Hausgeburt angedacht, dann wollte ich im Geburtenhaus entbinden. Da das kleine Ding in meinem Bauch aber nicht richtig wachsen wollte, wurde mir da auch abgesagt. Zum Schluss wurde ich mit Plazentaablösung eingeleitet und hatte trotzdem eine traumhafte Geburt! Das Mädchen war gesund!!! Wir hatten es nicht mal mehr gehofft. Für mich heute noch ein Riesen großes Wunder! Wir gingen nach einem Tag mit den süßesten 1800g heim, die ich je in den Armen halten durfte. Frida war gesund, und der Start war traumhaft! Es war so perfekt!

Die Welt hätte schöner nicht sein können! Meinen Job vermisste ich überhaupt nicht! Ich wollte nur noch Mama sein! Mein Haushalt, meine Ehe, mein Familienglück, es war alles so perfekt. Frida entwickelte sich prächtig und war mein ganzes Glück! Ich merkte aber recht schnell, dass ich mehr Kinder will. Das Mädchen soll auf keinen Fall alleine bleiben. Ich wollte wieder was kleines 😅

Als sie 15 Monate alt war, haben wir dann die Verhütung weg gelassen. Da ich noch stillte, dachte ich, dass es sicher eh länger geht. Hahaha, falsch gedacht! Nach ein paar Tagen war ich wieder schwanger 😂
Mit dem positiven Test dann zur Frauenärztin, die hat mir Blut abgenommen und einen Termin zum ersten Ultraschall ausgemacht.
Hier dann der Schock.

Fruchthöhle war da, aber keinen Herzschlag. Die Ärztin meinte, da es so ein frühes Stadium ist, würde es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit selbst abgehen. Nach einer Woche ohne Veränderungen, dann Schmerzen im Unterbauch. Wieder zur Ärztin. Die Fruchthöhle sah größer aus. Aber immer noch kein Herzschlag. Meine Ärztin meinte, wir müssen mein Blut nochmal untersuchen und in 2 Tagen nochmal schallen. Sollten meine Hormone nicht gestiegen sein, müssen wir zum Ausschaben (schreckliches Wort).

2 Tage später dann plötzlich beim US einen Herzschlag. Winzig klein in der rechten Ecke der Gebärmutter. Mein Mann hatte mich begleitet. Wir waren überglücklich und erleichtert! Als die Ärztin nach dem Grund für meine Schmerzen suchte, tauchte auf einmal links oben nochmal was auf. Nochmal ein Herzschlag. Mein Mann lachte nur noch. Er fand es total witzig! Ich allerdings weinte Wochenlang. Die Zeit mit Frida war so innig! Ich konnte so viel mit ihr machen.

Mir war klar, dass bei Zwillingen alles anders ablaufen wird und muss. Dazu muss ich erwähnen, dass ich keine Oma habe, die mir die Kinder mal für 1-2 Stündlein abnehmen kann oder mich unterstützen kann. Im Gegenteil! Da mein Mann Einzelkind ist, versorgen wir die so gut es geht alleine mit.
Meine Große geht seit der Zwillingsschwangerschaft in die Kita. Nur Vormittags. Sie geht leidenschaftlich gerne und ich konnte in der Zeit Arzttermine wahrnehmen und alles was so anfiel machen. Nachmittags und Abends bin ich ausschließlich Mama und für meine Familie da!

2. Wie läuft ein typischer Tag bei euch ab?
Einen ganz typischen Tag gibt es bei uns nicht, da mein Mann im Schichtdienst ist. Die Kinder stehen um 6:30 Uhr auf und um 19:30 Uhr gehen sie ins Bett. Der Rest ist flexibel. Ich mache den Haushalt und den größten Teil mit den Kindern und mein Mann seine Eltern, und den Zoo (Hund, Kaninchen und 2 Nager).

Jeder unterstützt den anderen da, wo es nötig ist und geht. So funktioniert es hier echt ganz gut! Sonntags kommen häufig die Patentanten und das ist das Highlight der Woche. Da wird viel gespielt, sich unterhalten, und immer besonders lecker und manchmal auch aufwendig gekocht (weil ich dann gut in die Küche stehen kann, weil die Tanten Babysitten).
Mein frohes Gemüt habe ich aus Dankbarkeit! Ich bin jeden Tag so sehr froh über mein wahnsinnig erfülltes und glückliches Leben, dass ich einfach gar nicht dauerhaft schlecht drauf sein kann!!

Klaro weine ich und schimpfe ich auch! Ich hatte sehr lange mit dem Schicksal Zwillinge zu kämpfen. Habe mich jetzt aber einfach damit abgefunden und liebe die zwei Buben von ganzem Herzen! Ich bin so froh, dass ich sie habe! So schlimm und so viel Arbeit, wie ich dachte ist es echt nicht!

Schade einfach nur, dass so viel schönes wegfällt!
Arbeiten tu ich im Moment noch nicht. Ich stehe zwar immer wieder in meinem Geschäftlein, aber für meinen Mann, meine Tochter, meine Schwestern, die Omas oder den Opa und die engsten 3 Freundinnen. Als Friseurin nicht zu arbeiten geht glaub gar nicht 😁

3.  Was ich bemerkenswert finde: du spendest deine Muttermilch. Jedoch nicht für ein Krankenhaus, sondern für einen erwachsenen Mann. Wie kam es dazu? Das ist ja nicht alltäglich.
Ich bin durch das ständige Stillen sehr viel online.  Sobald ich stille, habe ich meistens das Handy in der Hand. Facebook ist für mich der Blick nach draußen und die Möglichkeit trotz Vollzeitmama auch Freundschaften zu pflegen.

Vor ein paar Wochen ist mir dann bei Facebook in einer Regionalen Gruppe aufgefallen, dass Muttermilch gesucht wird. Ich bin von Grund auf ein sehr neugieriger Mensch und das Thema Muttermilch und Stillen für mich persönlich generell sehr spannend, da ich meine 9,5 Monate alten Bubis noch voll stille.

Also habe ich dann einfach mal nachgefragt, wofür die Muttermilch denn gesucht wird und wieviel gebraucht wird.
Eine junge Frau antwortete mir dann, dass ihr Onkel an Magenkrebs erkrankt sei und sie für ihn Milch suchten. Darauf hin habe ich der Frau erlaubt, Kontakt zwischen mir und der Tochter des Erkrankten herzustellen.
Die Tochter erzählte mir, dass sie fest an die Kraft der Muttermilch glauben (was mir natürlich sehr imponierte). Sie schien so fest davon überzeugt zu sein, dass meine Milch ihrem Papa helfen kann, dass ich einfach Zusagen musste, Milch zu spenden.

Das Pumpen waren meine Brüste überhaupt nicht gewöhnt! Es kam nur Tropfenweise oder sogar gar nichts! Ich trank Malzbier, kaufte mir Boxhornkleekapseln, futterte Kalorien wie eine verrückte. Trank 2 Liter Stilltee und pumpte in jeder freien Minute.

Recht schnell merkte ich, dass mehr Milch produziert wurde, aber die wollte einfach mit der Pumpe nicht so richtig raus. Ich entleerte dann von Hand, kaufte mir ein anders Bruststück, lieh mir 3 Tage mal ne andere Pumpe in der Apotheke. So richtig half erst mal nichts!
Von meiner lieben Freundin Caro habe ich dann eine Handmilchpumpe bekommen. Mit der komme ich gut zurecht. Ich pumpe zum Anregen und entleere von Hand. Das mache ich jetzt schon seit ein paar Wochen so und es kommt jeden Tag ein bissel mehr mit der Pumpe, dass ich auch immer weniger von Hand entleeren muss 👍🏼

Mein Ehrgeiz war geweckt. Ich pumpte bis zu 600ml am Tag ab. Merkte dann aber schnell, dass es für mich zu viel ist. Ich kam mit Essen nicht mehr hinterher, hatte Schwierigkeiten mit dem Kreislauf und wurde einmal sogar ohnmächtig. Auch meine Zähne begannen zu leiden. Also habe ich beschlossen schweren Herzens nur noch 200ml am Tag zu pumpen. Jetzt geht es mir wieder besser und ich habe die letzten 2 Tage wieder 400ml geschafft.

Mein Mann schaut mir da mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu. Er findet mein Engagement super, hat aber Bedenken, dass ich mich übernehme.

Mit der Tochter des Patienten stehe ich über Whatsapp im Kontakt. Sie appelliert auch immer an mich, dass weder ich noch meine Familie daran Schaden nehmen sollen! Hier muss ich noch erwähnen, dass ich selten mit jemandem so herzlichen zu tun hatte! Ich kenne die Frau kaum, aber ich mag sie wahnsinnig gerne!

Auch mit dem kranken Mann fühle ich mich sehr verbunden, obwohl er mir komplett fremd ist, fieber ich mit jedem Ergebnis mit und hoffe so arg auf Verbesserung der Krankheit.

4. Gab es negatives Feedback?

Was für mich ganz überraschend ist, dass ich bis jetzt von überhaupt niemandem was negatives gesagt oder geschrieben wurde! Als Stillmami muss man sich schon oft Kritik und Widerspruch konfrontieren lassen. Manchmal glaube ich, wenn man in den ersten 6 Lebensmonaten des Babys nicht stillt, ist man eine Rabenmutter, und wenn man über die 6 Monate raus stillt, hat man nen psychischen Schaden! Schade, dass Stillen nicht als das angesehen wird, was es ist: einfach nur natürlich und normal!

Zu den Milchspenden bekomme so viel Anerkennung und Zuspruch, dass mich das echt zusätzlich pusht! Freunde und Bekannte finden die Aktion richtig toll!
Der Ansturm an Mails und lieben Worten, seit die Stillbuchautorin Dora Schweitzer (tolle Frau übrigens) meine Geschichte veröffentlicht hat, geht echt ins unermessliche! Einziger Skeptiker ist da mein Mann. Der hat manchmal Angst, dass ich mich übernehme….

5. Wie geht dein Mann damit um? Du sprichst immer nur sehr positiv von ihm.

Wir streiten auch 😂 aber noch viel wichtiger: wir respektieren und akzeptieren uns! In seinen Augen bin ich das tollste Fettarschwalross, dass er kennt (ich liebe meinen Spitznamen).
In seinen Augen sollte ich manchmal auch mal an mich denken. Er glaubt (fälschlicherweise), dass ich das nicht tue. Das stimmt aber nicht! Er und die Kinder sind mein Leben!! Und ich opfere mich nicht, sondern ich gehe in meiner Rolle voll auf! Er und die Kinder sind das Beste, was mir passieren konnte!
Er würde sich glaub manchmal wünschen, dass ich weniger im Haushalt machen würde und auch mal über nen Wäscheberg hinweg sehen könnte. Da war ich vor den Kindern sehr gut darin 😂 Mittlerweile weiß ich aber, dass es ihn nicht um den Haushalt geht, sondern um mich ❤️

6. Was willst du den Lesern noch mitgeben?

Mein Appell an alle Menschlein da draußen:
Tut Gutes! Lächelt, sagt „Danke“ und „Bitte“ oder auch mal „Entschuldigung“. Seid geduldig und nachsichtig und ihr werdet positiv überrascht sein, was mit eurem eigenen Leben passiert.

 

Also ich finde ja das Uli ein knaller ist, wenn ihr das ähnlich seht, sagt uns doch, was ihr so denkt über diese Powerfrau!

Wenn auch ihr etwas zu sagen habt, dann meldet euch gern, ich quetsche euch aus 🙂

Abnehmen mit Zwillingen

Nach der Schwangerschaft machte es erst einmal PlOPP. Mutter wurde fett. Mein Stoffwechsel war durch die HG-Schwangerschaft ziemlich im Eimer und alles was ich aß klebte sich direkt und für scheinbar alle zeiten an meine Hüften. Dass ich stille machte das Thema abnehmen natürlich noch schwieriger, denn Diät ist nicht. Und für Sport fehlt(e) mir wirklich die Zeit.

Mit beginn der Beikosteinführung ging das Gewicht runter, zwar nicht sehr, aber zumindest ein bisschen. Die regelmäßigen und wesentlich gesünderen Mahlzeiten halfen das Gewicht zu senken und erst einmal zu stabilisieren.

Dann tat sich erst einmal nichts, nach dem Umzug gings sogar wieder rauf, das gute Essen bei Muttern und so, ihr kennt das. Doch jetzt gehts los, die Twins sind mobil, ich renne den ganzen Tag hinter ihnen her, rette ihnen das Leben bei ihren Klettermanövern und teile die dick machenden Leckerbissen mit ihnen.

Ich kann Obst essen, Gemüse und auch Vollkornbrot. Also all die Dinge die es hier Tag für Tag gibt, doch wehe ich esse Marmelade, Schokoaufstrich oder süßes wie Kekse, Kuchen und der gleichen. Da bricht der absolute Futterneid los. Im Ernst, wir waren neulich bei meiner Freundin Marita um den Geburtstag ihres Minis zu feiern. Selbstverständlich gab es Torte und ich bin mir sicher, sie schmeckte hervorragend doch leider sind sowohl Tanja als auch ich nicht wirklich in den Genuss der Torte gekommen. Grund dafür waren Motti und Knödel. Während Motti im rasenden Tempo meinen Teller leer löffelte ließ sich Knödel von Tanja füttern, ging es nicht schnell genug, hopste er im sitzen auf und ab und machte sich lautstark mit ham nam hammm hammm bemerkbar. Ratz fatz hatten die beiden den Kuchen erledigt, auch der zweite Versuch etwas vom Kuchen abzubekommen scheiterte, denn neben Knödel und Motti hat sich auch das Geburtstagskind in gefräßiger Einigkeit zu mir gesellt. Wieder nix. Gestern hatten wir erneut eine Verabredung zu Kaffee und Kuchen. Naja ihr könnt euch denken was geschah.

Auch heute hieß es wieder alles für die Twins, die Reste für Mama. Naja das wäre etwas übertrieben aber doch zutreffend. Einmal die Woche essen wir mit meinen Eltern zu abend, meistens gibt es auch lecker Nachtisch. Heute gabs Eis. Bisher lehnten die Minis Eis ab und bevorzugten Obstmus oder Joguhrt. Heute nicht. Motti mümmelte an Omas Eis, Knödel nach ein paar Vorbehalten an meinem. Nachdem wir geendet hatten, lümmelte sich Motti zu Opa und ließ sich weiter mit Eis füttern, Knödel saß bei meinem Bruder und machte den Mund wie ein hungriges Vogelküken den Mund auf, nach dem Motti endgültig genug hatte, belagerte Knödel meinen Vater und schlabberte Eis. Tja, so geht das eigentlich immer: Du hast was leckeres, neues, selten gekauftes, geliebtes zu Essen in der Hand? GIB ES UNS!!!!

Das bewahrt mich davor unmengen ungesunde Dickmacher in mich zu versenken, die Twins sorgen dafür das ich nix davon bekomme und steigern mein Hinterher-Rennn-Pensum umgekehrt proportional zum weg futtern der leckereien.

Und das Ergebniss kann sich sehen lassen: 2 Kg weniger, deutlich mehr Kondition. Scheiß auf Ernährungsberater und Fitnessbude. Zwillinge schaffen das auch, Kosten mehr, und verknasten dich auf lebenslänglich 😉

8 Fragen an Pippi, Bloggerin und Ideengeberin für die Seite Zwillingsblogger.de

Vor einigen Wochen wurde ich auf Facebook auf das Projekt „Zwillingsblogger“ aufmerksam, nach einem kurzen Kontak mit der Ideengeberin „Pippi“ war mir klar, das muss ich euch zeigen 🙂

Zwillingsblogger_Logo schwarz

 

 

  1. Zunächst, erzähle doch mal ein bisschen von dir!

Im Moment blogge ich unter dem Pseudonym „Pippi“ auf www.kuntabunt.de und bin im 10. Monat mit Zwillingen schwanger. Ich habe schon vorher gebloggt, jedoch kannten die meisten meiner Freundinnen und auch einige aus der Familie diesen Blog, was mich oft daran gehindert hat, wirklich offen über manches, was mich gerade bewegt, zu schreiben.

( Anm.: Die kleinen sind mittlerweile schon geboren worden)

 

Mein Blog ist für mich wie ein Tagebuch, wo ich kein Blatt vor den Mund nehmen möchte. Wenn mich etwas beschäftigt (egal, ob gut oder schlecht), möchte ich darüber schreiben, ohne mir Gedanken machen zu müssen, ob ich damit jemandem damit zu nahe trete. (Mein Mann und auch meine Mama wissen zum Beispiel, dass ich ab Geburt der Zwillinge ausschließlich auf einem anderen Blog schreiben und den alten schließen werde, sie kennen jedoch auch die Hintergründe und ich habe sie gebeten, mir diese „Privatsphäre zu lassen“, was sie verstehen.)

 

Zu mir privat: Ich bin Ende 30 und seit mittlerweile 7 Jahren schwer in meinen Herzmann verliebt. Ich bin ein echtes Nordlicht und auch wenn ich während des Studiums viele Länder kennenlernen durfte, hat es mich immer wieder nach Hause gezogen. Ich bin ein sehr familiärer Mensch, meine Familie und langjährigen Freunde um mich zu wissen, gibt mir das Gefühl von Geborgenheit.

 

Seit dem ich denken kann, habe ich immer gesagt, dass ich erst spät Kinder, dafür jedoch Zwillinge bekommen werde und nun ist es bald soweit. Ich werde eine Zwillingsmama 🙂

Kuntabunt (2)

 

  1. Warum hast du die Idee gehabt, eine Seite zu erstellen, auf der du Zwillingsblogs sammelst und den Autoren eine Plattform zu geben?

Als ich erfahren habe, dass ich Zwillingsmama werden würde, habe ich in verschiedenen sozialen Netzwerken vermehrt den Kontakt zu anderen Mehrlingsmamas und -schwangeren gesucht. Die meisten meiner Mädels haben zwar bereits Kinder und ich war immer und überall dabei, jedoch denke ich, dass es schon einen Unterschied macht, ob man Mama (oder auch Papa) von einem Einling oder eben Zwilling ist. Es stellen sich ganz andere Fragen und Herausforderungen, bei denen (so vermute ich zumindest) einem andere Zwillingsmamas eher mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

 

Mittlerweile habe ich viele andere Mamas mit Zwillingen kennengelernt und zu manchen ist eine echte Freundschaft entstanden. Es wird telefoniert, gesimst, Sprachnachrichten versendet oder eben auch Blogs gelesen. Auch wenn das alles irgendwie „nebenbei“ lief, war es doch gerade am Anfang ein ganzes Stück Arbeit, diese tollen Frauen zu entdecken. Ich hätte mir gewünscht, eine Plattform zu haben, wo ich auf einen Blick viele tolle Blogs aufgelistet finde um leichter Gleichgesinnte zu finden.

 

  1. Welche Ziele möchtest du damit verfolgen?

Ich möchte anderen die Möglichkeit bieten, leicht für sich relevante Mehrlingsblogs zu finden. Der Blog heißt zwar ZWILLINGSBLOGGER, bezieht jedoch auch Drillings- oder sogar Vierlingseltern mit ein, denn auch diese gibt es mit Sicherheit, wenn auch seltener.

 

  1. In welcher Form können die Blogger davon profitieren? Wie können die Leser profitieren?

Vom Prinzip her profitieren sowohl die ZWILLINGSBLOGGER als auch deren Leser: Die Blogs der ZWILLINGSBLOGGER werden durch das Netzwerk leichter von anderen gefunden, was gerade für kleine bzw. unbekannte Blogs ein großer Vorteil ist (es gibt so viele wunderbare Blogs). Den Lesern bietet es den Vorteil, z. B. anhand der Geburtsjahrgänge Blogger mit Mehrlingen in einem bestimmten Alter zu finden. Wenn jemand eine Idee hat, nach welchen Kategorien man noch suchen können sollte, freue ich mich über einen kurzen Hinweis.

 

  1. Welche Voraussetzungen müssen Blogger erfüllen um gelistet zu werden?

Als erstes sollte es sich um echte Blogs (wordpress, blogspot etc.) handeln, die von Mehrlingsmamas oder -papas selber geführt werden. Es gibt zwar auch tolle Blogs, die hauptsächlich von Gastbloggern gefüllt werden, diese sind jedoch nicht meine Zielgruppe. Auch geht es mir nicht um Schwangerenblogs (daher habe ich meinen Blog auch noch nicht offiziell vorgestellt), Instagram-Profile oder Facebook-Seiten, wobei ich nicht ausschließe, diese zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht auf je einer Seite gesammelt zu verlinken.

 

Inhaltlich gibt es keine genauen Vorgaben, außer dass es voranging um das Leben mit bzw. Tipps für Mehrlinge gehen soll. Blogs, die hauptsächlich von Kooperationen leben und deren größter Anteil somit Werbung ist, finde ich persönlich uninteressant, ebenso wie Blogs, bei denen es eigentlich nur um Produkte (wie z. B. Selbstgenähtes) für Zwillinge geht. Es geht mir darum, Menschen zusammenzubringen, das Persönliche hat also eindeutig Vorrang!

 

Im einzelnen sind die Voraussetzungen und das Vorgehen, ein ZWILLINGSBLOGGER zu werden, hier genau beschrieben: http://www.zwillingsblogger.de/so-wirst-du-ein-zwillingsblogger

 

  1. Was wünschst du dir langfristig für www.zwillingsblogger.de?

Ich wünsche mir, dass das wir ein großes Netzwerk von und für Mehrlingseltern werden 🙂

 

  1. Wie bringst du die Arbeit für ZWILLINGSBLOGGER und deinen privaten Blog in Einklang?

www.zwillingsblogger.de ist eher ein „passiver“ Blog: Sobald ich einen neuen Blog vorstelle, benötige ich (derzeit noch) ca. 30 Minuten, um zu überprüfen, ob ich alle Informationen, die ich benötige, vorliegen habe (ggf. muss ich nachfragen, was natürlich wieder Zeit in Anspruch nimmt), den Blogpost zu erstellen sowie den Blog auf Instagram vorzustellen. Ich denke, je mehr Blogs ich vorstellen werde, desto „schneller“ und routinierter werde ich.

Ist ein Blog erstmal vorgestellt, habe ich bis auf kleine Dinge, die ich manchmal noch verändere oder anpasse, wie bspw. Hinzufügen neuer Kategorien für alle Blogs, keine Arbeit mehr damit.

 

Das ist natürlich bei meinem eigenen Blog anders. Hier haben die Leser die Möglichkeit, meine Blogposts zu kommentieren, Fragen zu stellen sowie sich mit mir über Facebook, Twitter oder Instagram zu vernetzen. Letzteres ist nicht öffentlich und hier schaue ich auch, wer mir hier folgt. Follower, die lediglich still mitlesen, werden regelmäßig aussortiert, denn hier geht es mir darum, meine Leser persönlich kennenzulernen und den Menschen hinter dem Blog zu zeigen.

 

  1. Welche Möglichkeiten haben die Leser, ZWILLINGSBLOGGER zu folgen?

Bei Interesse hat man verschiedene Möglichkeiten, umgehend über neue Blogs informiert zu werden, sobald es einen neuen Eintrag gibt:
–       Man kann zum Beispiel direkt auf www.zwillingsblogger.de seine Emailadresse eintragen.

Man hat aber auch diverse andere Möglichkeiten, da ZWILLINGSBLOGGER mit verschiedenen sozialen Netzwerken vernetzt ist:
–       auf Facebook heißt die Seite ebenfalls ZWILLINGSBLOGGER (www.facebook.com/zwillingsbogger)
–       auf Instagram findet Ihr die ZWILLINGSBLOGGER unter @zwillingsblogger
–       auf Twitter unter @zwillingsblogge (ohne „r“ am Ende)

So kann jeder den für sich besten bzw. einfachsten Weg wählen.

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