Mittagsschlaf adé – wie das fehlen einer Stunde mich aus dem Rhythmus bringt

Das Thema “ Schlafen“ war lange Zeit ein großes Reizthema für mich:

erst schlief hier gefühlt keiner, dann nur auf mir drauf. Später wurde dann ständig nur kurz auf mir geschlafen usw. Irgendwann platze dann der Knoten: ich konnte die schlafenden Zwillinge ablegen. Zunächst nur abends, später dann auch tagsüber. Zum ersten Mal seit über einem Jahr hatte ich wieder Zeit nur für mich. Was für eine Offenbarung: ALLEINE etwas machen. Lesen, malen, baden oder schlicht nur Serien ansehen oder Haushalt erledigen. Der Zeitraum in dem die Kinder alleine schliefen wurde immer größer. Die Freiheit auch. Ich konnte lange Telefonate führen oder auch skypen. Ich konnte viele Artikel schreiben und Kontakte pflegen. Mit der Zeit etablierte sich ein Rhythmus: Um 6.30 Uhr aufstehen, um 12 Uhr ins Bett zum Mittagsschlaf und zwischen 14.30 und 15 Uhr wieder raus, zum Nachtschlaf gings um ca. 20.30 Uhr. Was für tolle Zeiten! Ich habe meinen Tagesablauf darauf abgestimmt und alles war toll. Für so 5 Monate zumindest. Denn dann wurde hier der Mittagsschlaf von den Knödels abgeschafft.

 

Hilfe mir fehlt ne Stunde!!!

 

Mit dem Wegfall des Mittagsschlafs ist auch mein Tagesablauf abhanden gekommen. Die Kinder schlafen länger und gehen früher ins Bett. Dazwischen gibt es aber keine Zeit in der ich mal zur Ruhe kommen kann. Und damit kam ich ins schleudern, mein Rhythmus ist abhanden gekommen. Dadurch das ich morgens mit den Kindern aufstehe  fehlt mir morgens (gefühlt) ne Stunde Zeit in der ich schnell grob Ordnung schaffen konnte, einen Kaffee trank und den Kindern ein Frühstück richtete. Je nachdem was wir geplant hatten folgte Haushalt oder Unternehmungen, pünktlich zum Mittagsschalf sind wir wieder heim gegangen, dann gings ins Bett und ich erledigte den Rest der liegen geblieben war, wartete auf das Aufwachen der Kinder und startete dann das Nachmittagsprogramm und bereitete mit ihnen das Abendessen zu. Dann gings in die Badewanne und ins Bett. So richtig schön spießig und planbar. Nach dem mir ja morgens schon ne Stunde gefühlte Zeit fehlt in der ich nicht in den Trott komme, fehlt Mittags auch ne Stunde und gleichzeitig ist es eine zu viel, das was ich früher in der Zeit machte, ging nicht mehr und was ich jetzt in der Zeit machen soll weiß ich nicht so genau, da probieren wir gerade was für uns passt aber gefunden haben wir noch nichts.

Die Stunde zu wenig/ zu viel macht den Nachmittag zäh und langatmig und führt dann später zu Stress den Abends fehlen gleich 2 Stunden! Während ich noch versuche einen Rhythmus zu finden, muss ich eigentlich das Abendessen vorbereiten und pünktlich auf den Tisch schaffen, sonst droht ne Katastrophe in Form von übermüdeten zweihjährigen. Ihr kennt das oder?

 

Auf der Suche nach einem neuen Beat!

 

Nachdem ihr jetzt also wisst das mir im Laufe eines Tages 3 Stunden abhanden gekommen sind und ich davon eine zur falschen Zeit wieder gefunden habe, erzähle ich euch mal welchen weiteren Einfluss das auf unseren Alltag hat:

Da ich nicht weiß wie ich wann und womit anfangen soll herrscht hier Chaos. Treffen mit Freunden scheitern zur Zeit an den Schlafenszeiten aller beteiligten Kinder oder aber an den Arbeitszeiten von uns. Oder an Terminen sonstiger Natur. Nachmittags das Haus zu verlassen ist gleichbedeutend mit einer Einladung zum Abendessen:

Da die anderen Kinder noch einen Mittagsschlaf machen können wir erst spät los und müssen früh wieder weg. Da wir zum Teil ne ordentliche Strecke fahren müssen kollidiert das brutal mit der aktuellen Bettzeit der Zwillinge – ohne Abendessen direkt ins Bett ist aber auch nichts -> Nachts gibts dann schmacht! Und wecken zum Essen? Neee das würden beide mir extrem Übel nehmen. Vormittags ist es übrigens das Gegenteil: Da Motte und Knödel erst zwischen 8 und 8.30 Uhr aufstehen und erst ab 10.00 Uhr ausgeh/besuchsfertig sind artet es dann in Stress aus: ab 12.30 läuten die anderen Kids den Mittagsschlaf ein während meine beiden gerade erst warm gelaufen sind.

Um das Chaos zu minimieren versuche ich gerade verschiedene Abläufe und Motivationsmöglichkeiten aus, zumindest funktioniert das inzwischen so weit, dass hier wieder Ordnung herrscht, auch das mit dem Essen am Abend habe ich wieder im Griff, nur ne gute Zeit für das regelmäßige Bad, das die kleinen so lieben, habe ich noch nicht gefunden. Und ne Lösung für die sozialen Kontakte ist auch noch nicht so wirklich da.

 

Und gerade als wir einen neuen Rhythmus fanden brach alles wieder zusammen..

Nachdem wir uns wieder eingespielt hatten passierte dann ja auch so ziemlich das dümmste was kommen könnte: Ich brach mir meinen Zehen und bin vorübergehend zum nichts tun verdammt. Und wisst ihr was? Ich bekomme mal wieder nichts auf die Reihe…

Wie war das denn bei euch so, als der Mittagsschalf von euren Kids abgeschafft wurde? Und wie habt ihr euch wieder eingespielt?

P.S. Mein gelegentlich gegönntes Mittagsschläfchen ist ja jetzt auch passé… Welch unglück!

Selbstbestimmt schlafen

Immer wieder kommt das Thema unter Eltern-Bloggern auf. Es gibt die Pro-Seite, die Contra-Seite und die funktioniert das wirklich Seite. Ich gehöre ganz klar zu der Seite der Befürworter. Viele wie zum Beispiel Frida von 2Kindchaos stecken da oft nicht so richtig freiwillig drin.

Meine süßen waren schon immer schlechte schläfer. Sie schliefen, spät ein, wachten früh wieder auf und brauchten ganz schnell nur noch einen Mittagsschlaf von maximal 1 Stunde. Jegliche versuche die beiden zu einem mir angemessen erscheinenden Rhythmus zu bewegen scheiterten kläglich. Das kürzen von Schläfchen war genauso wirkungslos wie das frühere wecken ( vor allem Knödel nimmt einem das extrem übel) oder das schrittweise vorziehen vom Nachtschlaf. Nichts hat geklappt, es wurde höchstens mit gebrüll der Marke BUHÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ quittiert. Nichts hat funktioniert, wirklich gar nichts. Geschlafen haben sie schon immer nur wenn sie müde genug waren und auch in der Stimmung tatsächlich schlafen zu wollen.

 

Ungefähr 9 Monate habe ich versucht so etwas wie einen Rhythmus zu etablieren, ich ritualisierte alles mögliche. Ich trug, schob und schaukelte meine Minis durch die Gegend, bot ihnen die Brust an, bettelte, weinte vor Müdigkeit. Immer diese Stimme im Kopf die mir sagt: Schaffe einen Rhythmus, schaffe Rituale und Struktur, sie werden schlafen und nicht mehr schreien. Vergeblich. Es gibt keine Tages- oder Nachtzeit zu der die kleinen nicht schon ihren vorübergehenden Rhythmus etabliert hatten. Sie haben ihn immer wieder angepasst, ohne meine Hilfe. Irgendwann habe ich aufgegeben mit den Bestrebungen, immer mal wieder kamen sie wieder aber ich versuchte es nur noch halbherzig, meistens dann wenn die beiden eine äußerst nervige, anstrengende Phase durchlebten, wenn meine Kraft schwand und ich mich nach nichts mehr sehnte als nach etwas ME-Time.

Letztlich habe ich dann komplett aufgegeben, und siehe da: es wurde alles gut! Meine Kinder haben die Chance bekommen ihren eigenen Rhythmus zu finden, und das taten sie auch. Und mit dem Rhythmus verbesserte sich ihr Schlafverhalten stetig, so dass sie mit 20 Monaten angefangen haben durchzuschlafen, naja zumindest in 6 von 7 Nächten tun sie das, aber hey! Ich will nicht meckern, denn ich weiß das es bei vielen anderen viel schlimmer aussieht und ich selber auch ganz schlimme Zeiten mit meinen süßen hatte in denen sie nur auf mir schliefen ( 8 Monate lang), in denen sie nur mit Körperkontakt und an der Brust schliefen ( bis 14 Monate) wo sie mindestens alle 1-2 Stunden erwachten, häufig sogar noch öfter und immer und immer nur die Brust gefodert haben, mich gefordert haben und mir gezeigt haben: Mama wir brauchen dich so sehr.

Sie begannen besser zu schlafen, als ich sie an der Entscheidung beteiligte, als ich nur noch eine begleitende und gelegentlich auch führende Rolle übernahm und ihnen auch die Freiheit gab sich lösen zu dürfen von mir und eine Bindung zu anderen aufbauen lies.

Mir ist bewusst das es nicht überall funktioniert weil die Kinder zum Beispiel Probleme mit der Selbstregulation haben, weil sie überreizt sind weil sie so extrem anfällig dafür sind. Oder weil die Kinder ihren eigenen Rhythmus noch nicht etablieren konnten, weil sie ihn selber noch nicht kennen. Gründe warum es nicht funktioniert gibt es viele. Aber genauso viele Gründe gibt es dafür das es funktioniert.

Vielleicht noch eine kleine Erläuterung dazu wie ich selbstbestimmt schlafen derzeit empfinde:

 

Meine Kinder müssen nicht zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett weil ich denke das es notwendig ist. Motte und Knödel fordern es entweder selber ein, in dem sie sich ihr Buch wünschen, nach der Brust fragen oder eben direkt nach oben ins Schlafzimmer gehen. Manchmal gelingt ihnen das jedoch nicht, zum Beispiel wenn sie einen aufregenden Tag hatten, oder weil sie so sehr ins Spiel vertieft sind ( oder vor der Glotze kleben geblieben sind), dann übernehme ich die Führung, ich beobachte die beiden, benenne meinen Eindruck, kündige das Ende von Aktivitäten nach xyz an, biete ihnen dann an ihr Buch im Bett zu lesen, ihnen ihren Schlafanzug anzuziehen und die Zähne zu putzen bzw die Zahnbürsten zu richten. Sie nehmen diese Führung gerne an, und kooperieren und gehen gerne ins Bett, sie freuen sich auf diese ablenkungsfreie Exklusivzeit in der es nur um uns 3 geht, wir ganz eng zusammen liegen, ein schönes Buch lesen, den Tag resümieren, kuscheln und auf Wunsch auch stillen. Nie gibt es Proteste darüber das die Zeit zum ins Bett gehen wohl doch erreicht wurde ( weil sie einfach kaum noch die Augen aufhalten können und nur noch herum stolpern), wenn sie meine Angebote jedoch ablehnen, akzeptiere ich das für den Moment, in der Regel kommen sie wenig später dann doch von alleine oder ich wiederhole mein Angebot 15-20 Minuten später noch mal. Ganz ohne Druck, ganz ohne müssen.

Doof ists trotzdem manchmal, als es so schön war, da tobten die Knödels nach 22 Uhr noch hier herum, zerstochen von Mücken und Energie geladen durch die schönen Erlebnisse, die Sonnenstrahlen, des entspannten Lebens das es nur gibt wenn das Wetter so unglaublich schön und heiß ist, wenn man selber einfach nur entspannt das Leben genießt. Doof ist auch wenn sie ihren Mittagsschalf nicht machen möchten. Dann ist hier um spätestens 17-18 Uhr ende im Gelände und für mich ist dann klar: um 3-5 Uhr ist hier der Tag am start. In der Regel jedoch stehen sie zwischen 6 und 7 Uhr auf, halten um ca 12 Uhr einen kurzen Mittagsschlaf und gehen zwischen 20.30 und 21.30 zu Bett, selten das es früher oder später ist. Uns allen geht es gut mit diesem Rhythmus, ich mein okay, ich habe mich damit arrangiert das ich nie wieder ausschlafen werde obwohl ich gedacht hatte genau das in meiner Elternzeit tun zu können, denn immerhin stehe ich seit mittlerweile 23 JAHREN!!! früh auf, aber meine Kinder schlafen endlich, sie schlafen ohne dauerhaften Körperkontakt, ohne dauerhaft an der Brust zu sein, sie schlafen meistens durch und sie gehen gerne schlafen, sie freuen sich auf diese extreme Kuschelzeit. Das bestätigt mich in meinem Weg.

 

Jetzt würde ich natürlich gerne wissen: wie läuft es denn bei euch mit dem ins Bett gehen und schlafen? Seid ihr da eher entspannt oder habt ihr feste, vielleicht durch euch, vorgegebene Zeiten?

 

Liebe grüße Ela

(copyright für die Bilder bei Keins bestellt, 2 bekommen)

Und wie erziehst du so?

Mir schwirrt der Kopf, je mehr ich mich mit Themen der Erziehung befasse, desto mehr habe ich den Eindruck das das aufwachsen von Kindern einem Wettkampf gleicht:

Wer hat am längsten gestillt? Wer hat am längsten getragen? Wo gibt es das größte Familienbett? Wer ist am vegansten, plastikfreisten, windelfreisten, unerzogensten?????? Und beim Thema Kita/Kiga gehts ja auch noch weiter und hört beim Thema Schule noch lange nicht auf..

Mich macht das ganz verrückt, so verrückt das ich schon die Bindung zu meinen Kindern in Frage stelle obwohl ich nichts gravierend falsch mache außer dem Umstand das ich menschlich bin, fehler mache, meine Gefühle auslebe, auch wenn sie negativ sind.

Am Anfang stand das Kontinuum

Dem folgte Sears mit Attachment Parenting, es folgt die GfK basierende Erziehung, und das Unerzogen Lager. Es gibt autorative Erziehung, autoritäre Stile, schwarze Pädagogik, anti-autoritäre Erziehung usw usw… Mich setzt diese Masse ganz schön unter Druck, denn ich weiß was ich nicht will und ziemlich genau was ich möchte, doch das befassen mit diesen Themen zeigt auch: egal wie sehr ich mich bemühe: ein andere kanns noch besser. Da ist zum Beispiel meine liebe Freundin Katharina, die sagt so pingelig wie ich (nicht) erziehe, tut es ja kaum jemand. Ich kann dem leider nicht zu stimmen, denn ich  erkenne noch viele Dinge die ich besser machen könnte, wenn ich nicht den Druck verspüren würde immer zu funktionieren und mir erlauben würde von meinen Vorstellungen abzuweichen.

 

Mein Weg ist nicht dein Weg

 

Die (nicht) Erziehung von Kindern kann keinem Muster folgen, denn jedes Kind ist anders, jeder Elternteil ist anders. Was für mich gut funktioniert, funktioniert für Katharina nicht, weil ihre Umstände ganz anders strukturiert sind.

Am Anfang war ich ja der Meinung, wenn ich nur meinem Leitfaden folgen würde, dann würde alles gut gehen und gut werden. Es wäre einfach. In den letzten 2 Jahren habe ich viel dazu gelernt, vor allem das genau das nicht funktioniert, Erziehung nach Plan, wobei ich schätze das es funktionieren könnte wenn man seinen Plan mit aller Macht durchsetzen möchte, das liegt mir jedoch nicht. Folglich habe ich meinen Plan, meine Idee davon wie ich mit meinen Kindern umgehen möchte immer wieder angepasst, reflektiert und neu ausgerichtet. Aber für mich hat dieser Weg keinen Namen, denn er verbindet ganz undogmatisch Elemente aus vielen Wegen, Annahmen und Grundhaltungen zu einem Weg, der zu uns passt. Ich nenne ihn „The Ela Way“…

Zu meinem Weg gehört das ich versuche so wertschätzend und respektvoll wie möglich mit meinen Kindern umgehe, sowohl kommunikativ als auch in meinen Handlungen ( öffentliches Popo riechen finde ich so schrecklich entwürdigend, als Beispiel), ich hinterfrage meinen Ideen und Überlegungen nach ihrem Ursprung: WILL ICH das so? Oder glaube ich das zu wollen, weil man genau das von mir erwartet. Meine Twinnies haben sehr viele Freiheiten, dürfen mit bestimmen, selbst bestimmen, sogar in einem recht großzügigen Rahmen wie ich finde, dennoch treffe ich relevante Entscheidungen für meine Kinder weil ich in manchen Dingen eine Fähigkeit besitze die sie noch ausbilden müssen: Weitsicht. Ich kann Handlungen und Folgen in Relation zu einander bringen und so die Konsequenzen erfassen: es gibt also Grenzen der Selbstbestimmung für Knödel und Motte, es gibt ein paar Regeln die unser Zusammenleben 2:1 erleichtern weil es sonst einfach unsicher wird. Ich gebe also den Rahmen, passe ihn immer wieder an und in diesem Rahmen können sich beide frei bewegen, argieren und reagieren… Es gibt keine Strafen, keine Erpressungen, (kein) wenig Lob dafür viele Freiheiten, ein paar Regeln und Grenzen. Aber bei letzterem bin ich oft zu lasch und faul, wenn ich ehrlich bin…

Das Problem mit der Selbstbestimmung

Selbstbestimmung ist ja derzeit ein RIESEN Thema bei den Bloggern, es spaltet in zwei Lager. Ich bin hin und her gerissen, denn ich glaube das Selbstbestimmung funktionieren kann wenn die Umstände passen. Zunächst einmal steht einem ja oft die eigene Haltung im Weg, meine Freudin M kennt das sehr gut, und auch die eigene Erwartungshaltung steht einem oft im Weg und führt dann zu unnötigen Konflikten, daher denke ich das man sich selber vorher reflektieren sollte bevor man diesen Weg gehen will. Um bei M zu bleiben: Sie versuchte E an selbstbestimmten TV Konsum heran zu führen, merkte aber schnell das E nachmittags nur noch TV sehen wollte. Sie konnte das schlecht aushalten, denn das Kind braucht frische Luft, Bewegung und Kontakte. Was sie übersah war folgendes: E geht Vollzeit in die Krippe, er hat 8 Std am Tag Bewegung, Reize, Kontakte, freies und geführtes Spiel. Dieses Kind hat einen Vollzeitjob erlebt wenn er abgeholt wird, er sehnt sich nach Ruhe und Entspannung und wählt dafür den TV. Als ich M fragte was sie früher tat wenn sie von der Arbeit heim kam, schmunzelte sie dann erkennend welche Strategie E zum abschalten wählte. Sie passte ihre Erwartungen an mit der Konsequenz das sich die Situation entspannen konnte.

Bei uns funktioniert die Selbstbestimmung unter anderem deshalb, weil ich keine Erwartungen habe, selbstbestimmt ist selbstbestimmt, meine Erwartungen an meine Kinder haben da keine Relevanz, dennoch klappt es ganz gut in dem ich sie begleite in ihrer Selbstbestimmung, ihre Zeichen wahrnehme und sie dann leite, so klappt es mit dem TV Kosum genauso wie mit dem Schlafen- und zwar ohne weinen…

Aber ist das schon Unerzogen?

Ich sage nein, mir fällt es nämlich schwer gewisse Verhaltensweisen zu akzeptieren, wenngleich ich nachvollziehen kann was die Motivation dessen ist, dennoch kann ich das schlecht aushalten und unterbinde manche Dinge und biete Alternativen an… Natürlich werden die nicht immer gewollt, wäre ja auch zu einfach, aber es übersteigt einfach ab und zu meine Toleranzgrenze, ich kann es schlecht aushalten. Das zu wissen hilft mir trotzdem, denn ich kann meine Kinder reflektiert in ihrer Wut und Trauer begleiten…

Der Schlüßel liegt in diesem Satz:

Beziehung statt Erziehung“

Ich interpretiere ihn für mich so: wenn ich grundsätzlich in Kontakt ( Beziehung ) zu meinen Kindern trete, sie begleite und ihnen vorlebe dann werden sie kooperieren, nicht immer, nicht sofort, aber sie werden folgen, weil sie es wollen. Ich teile die Ansicht das Kinder aktiv an der Gesellschaft teilnehmen wollen, ein Teil davon sein wollen und das sie durch liebevolle Begleitung genau das werden und es auch gerne sind. Strafen und emotionale Erpressungen führen dazu das das Kind aus Angst vor Konsequenzen folgt und früher oder später rebelliert. Angst ist keine gute Komponente für eine Beziehung die gleichwürdig sein sollte, das ist bestimmt jedem bewusst. Gewaltfreie Erziehung ist demnach der Schlüßel zu kompetenten, selbstbewussten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Ich finde ja, das wir davon viel mehr bräuchten, und wie erzieht ihr so? Hinterlasst gerne einen Kommentar, ich bin gespannt.

 

Zwillingsmütter stehen Rede und Antwort #2 Kerstin aus Tirol

Heute kommt die liebe Kerstin zu Wort. Und warum? Weil sie ein Leben wie in einer Telenovela lebt. Ihr wisst schon, Hotels, Personal und Traumhafte Kulisse und sie ist der Chef. Wie das Leben im Hotel mit Ehemann und 3 kleinen Kindern läuft, könnt ihr hier lesen:

Als erstes : erzähl doch ein bisschen von dir als Person!

Ich bin Kerstin, 28 Jahre und lebe in Tirol. Mit meinem Mann Mario bin ich seit 3 Jahren verheiratet, kennen tun wir uns seit 15 Jahren mittlerweile. Wir arbeiten beide in der Hotelkette meines Großvaters. Ich leite den Bereich Sales und Marketing für 4 Hotels und bilde mit meinem Mann zusammen die Geschäftsleitung vom Alpenhotel ….fall in Love

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1. Du bist Mama von 3 Kindern, 2 davon sind noch sehr klein und darüber hinaus auch noch Zwillinge. Und du stillst, das stelle ich mir wahnsinnig anstrengend vor. Wie klappt das in der Umsetzung und wie beschäftigst du den Großen?
Ich muss dazu sagen dass ich Kinder als puren Luxus empfinde. Es ist Luxus sich Kinder heute leisten zu können, insbesondere viele Kinder denn unsere Familienplanung ist noch nicht abgeschlossen. Es ist Luxus mit ihnen Zeit verbringen zu dürfen und überhaupt welche zu bekommen. Als PCO Patientin ist es für mich pures Glück. Da ich für den Betrieb leider unerlässlich bin, muss unser Alltag in Schichten funktionieren. Wir bekommen eine Nanny zur Verfügung gestellt damit das klappen kann. Kim ist bei uns seit die Kinder 3 Monate sind, solange arbeite ich auch schon wieder – eigentlich 20 Stunden die Woche aber jeder Selbstständig weiß dass es nicht dabei bleibt 😉
Damit das Stillen geklappt hat hab ich 16 Wochen sehr kämpfen müssen. Danach „lief“ es im wahrsten Sinne des Wortes. Mittlerweile ist das Stillen eine feste Verbindung zwischen Evamarie, Alois – die wir Ivy und Lio nennen – und mir! So komme ich vom Arbeiten weg wenn auch nur kurz. Wir stillen noch morgens, mittags und abends. Und wenn es sein muss nachts. Wir brauchen es im Moment alle 3 noch sehr. Die beiden werden im März jetzt ein Jahr und wir werden wohl nicht so schnell aufhören.
Mein großer Mann Levin ist jetzt 4,5 Jahre alt. Er ist ein wunderbares Kind, sehr hilfsbereit und kümmert sich hingebungsvoll um seine Geschwister. Ich muss sagen er ist mehr eine Unterstützung wenn ich alleine bin als das er mir mehr Arbeit macht. Er besucht den Kindergarten bis 11:30 und ist auch oft bei seinen Urgroßeltern die mit Mitte 70 noch sehr fit sind und bei denen ich als Kind schon unglaublich viel Zeit verbracht habe. Ein Vorteil des Familienunternehmens, wir wohnen alle in unmittelbarer Nähe – sehen uns täglich und unterstützen einander wo immer es geht.

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2. Ein Leben wie in einer Telenovela: Ihr lebt im Hotel und habt zusätzlich auch noch einen weiteren Wohnsitz. Ist es nicht wahnsinnig anstrengend immer zu pendeln? Wie oft pendelt ihr?
Das Leben im Hotel klingt immer so toll. Als Kind – zugegeben – ist es das auch. Ich bin selbst in einem aufgewachsen und es ist immer was los, immer Programm, immer neue Kinder zum Spielen, leckeres Essen, ein eigenes Schwimmbad, Kinderclub, Pub und Diskos, ein Hausmädchen, ein Kindermädchen usw.
Jetzt als Erwachsener sind diese Vorteile oft anstrengend. Man sucht seinen persönlichen Ruhepol und schafft es innerhalb seines eigenen Unternehmens nicht abzuschalten.
Einen normalen Haushalt führen, das ist etwas das wir nicht brauchen und nicht tun.
Für mich und meinen Mann war es aber klar: Wir wollen das alles und es auch unseren Kindern vermitteln. Deshalb haben wir uns ein kleines Häuschen fernab des touristischen Trubels im Karwendel Tal gekauft – mitten in den Bergen wo sich Hase und Fuchs Gute Nacht sagen. Komplette Ruhe – Natur pur und ein geregelter Familienalltag mit Haushalt und Kochen und allem Drum und Dran. Das genießen wir sehr. Leider können wir nur von Samstagnachmittag bis Montagmittag dort sein. Die Strecke beträgt nur 8 km. Trotzdem ist eine Herausforderung an beiden Wohnorten ALLES zu haben. Jetzt sind wir ausgestattet und brauchen nichts mitzunehmen egal wo wir gerade sind.
3. Wie kommen die Kinder damit zurecht?
Der Große freut sich sehr auf das Haus. Dort sind wir nur für die Kinder da. Er hat einen Garten mit Spielplatz. Wir kochen gemeinsam und spielen. Für all das ist unter der Woche keine Zeit. Die Kleinen, denke ich, hatten da schon ihre Probleme des ständigen Wechselns. Wir haben aber bis die beide 10 Monate waren, Familienbett praktiziert. Somit waren ihre Mittelpunkte trotzdem da – Mama und Papa. Auch habe ich mein Wochenbett in unserem Haus verbracht was beim Stillen sehr geholfen hat. Die Schlafschwierigkeiten führen wir allerdings schon darauf mit zurück. Wir freuen uns dass sich das mittlerweile aber etwas eingependelt hat. Man sieht nun dass sie das Haus wieder erkennen und auch ihre Betten dort und ihre vielen Spielsachen können sie jede Woche neu entdecken 
4. Wie schaffst du den Spagat zwischen Geschäftsfrau im Hotel und der Hausfrau zu Hause? Hast du Hilfe? Wie sieht diese aus?
Hier habe ich schon ein bisschen Voraus gegriffen. Ich habe sehr viel Hilfe sogar. So viel dass ich oft auch traurig bin dass ich nicht gezwungen bin zu Hause zu bleiben. Das Kindermädchen ist 9 Stunden 5 Mal die Woche da. Am 6. Tag den wir auch arbeiten müssen haben wir noch eine weiter Nanny für 5 Stunden die schon bei Levin damals ausgeholfen hat. Unsere Wohnung wird von den Zimmermädchen in Ordnung gehalten. Die machen ebenso unsere ganze Wäsche. Essen holen wir in einem unserer 5 Restaurants oder essen direkt dort. Mit BLW Kindern ein großer Vorteil nachher nicht aufräumen zu müssen. Die Kellner sind entzückt wenn wir kommen
Der Betrieb fordert mich sehr. Ich habe das Alpenhotel 2012 als Konkursbetrieb übernommen mit 8 Mitarbeitern und 10% Auslastung. Heute stehen wir bei 50 Mitarbeitern und 70-80% Auslastung im Durschnitt als gut laufendes Hotel mit Gewinn da. Es war ein Kraftakt. Davor habe ich schon 2 solche Projekte betreut. Ich war damals mit 21 wohl eine der jüngsten Hotelchefinnen. Das hat mich sehr geprägt. Ich bin dadurch sehr strukturiert und organisiert, bin absolut nicht leicht zu Stressen und kann jederzeit lächeln. Das kann ich im Alltag mit den Kindern auch sehr gut gebrauchen muss ich sagen 
5. Wie sieht euer Leben im Hotel aus? Wie läuft der Tag ab und vor allem: wie präsent sind die Kinder im Hotelbetrieb?
Unser Tag beginnt regulär um 7 Uhr morgens, wir stillen, machen den Großen fertig und gehen um 8 zum Arbeiten bzw. Levin in den Kindergarten. Die kleinen machen dann Frühstück, anziehen, spielen und spazieren, alles mit Nanny. Um 11:30 holt mein Mann ihn ab und um 12:00 folgt das gemeinsame Mittagessen mit der ganzen Familie in unserem Haupthotel das nebenan liegt. Danach geht es an den Mittagsschlaf, der im Moment noch nicht so ganz klappt. Ich stille die Kinder und mein Mann und ich legen sie hin. Die Nanny hat am Nachmittag ihre Pause. Um 15:00 gibt es Jause und um 16:00 gehen wir wieder an die Arbeit. Die Kinder gehen dann alle gemeinsam spazieren und wir treffen uns um 18:00 Uhr zum Abendessen. Danach kümmere ich mich um die Kinder. Es gibt ein gemeinsames Bad, Pyjama, Gute Nacht Geschichte und nochmal stillen. Meistens ist um 20:00 Uhr dann Ruhe eingekehrt. Mein Mann kommt zwischen 20:30 und 22:30 nach Hause – je nach Lage. Die Kinder sind bei uns im Alpenhotel nicht sehr präsent. …fall in Love lässt schon erahnen – es ist ein Kuschel und Romantikhotel für Pärchen. Ruhe, Wellness, und Zweisamkeit lassen sich nur wenig mit Kindern vereinbaren, deshalb ist eine Anreise erst ab 16 Jahre möglich. Unsere andern Hotels sind ebenso spezialisiert. Ein Baby und Kinderhotel mit 5 Smileys sowie ein Familienhotel (unser Haupthaus nebenan) zählen ebenso dazu. Hier sind wir viel mit den Kindern in den Spielbereichen, der Lobby zum Kuchen Essen und Tee trinken am Nachmittag, beim Tanztee um 5 Uhr, im Schwimmbad usw. Es gibt dort auch viele andere Kinder zum Spielen.

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6. Würdest du eure Leben ändern wenn du es könntest?
Ich kenne es nicht anders. Ich bin so aufgewachsen und weiß also dass die Kinder davon keinen Schaden nehmen werden. Was ich als Kind vermisst habe, versuche ich einzubauen mit unserem Familien-Haus um meinen 3 Kuschelmäusen eine gelungene und glückliche Kindheit ermöglichen zu können. Für uns zählt der Grundsatz dass die Qualität der Familienzeit mehr zählt als die Quantität. Manchmal beneide ich Hausfrauen um ihre Rolle. Sie können rund um die Uhr bei ihren Kindern sein. Das kann ich leider nicht. Andererseits liebe ich meinen Beruf. Es ist meine ebenso meine Familie, meine Heimat und die Zukunft meiner Kinder wenn sie das möchten.

 

 

 

Wenn auch ihr mal so richtig aus dem Nähkästchen plaudern wollt, ein unglaublich spannendes Leben führt oder einfach mal von eurer Geschichte erzählen wollt, meldet euch bei mir, ich quetsche euch liebend gerne aus.

 

Schrecken in der Nacht

Es war still eine Weile. Das hatte mehrere Gründe. Ich habe versucht die Knödels nachts abzustillen ( und zwar schon zwei mal). Beim ersten mal musste ich abbrechen, da ich die nächtlichen Wachzeiten von mehr als 3 Std PRO KIND nicht mehr ertragen konnte. Beim zweiten Versuch kam uns ein ungebetener Gast dazwischen. Sein Name: Nachtschreck.

 

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Zunächst einmal: Was ist das überhaupt?

Der Nachtschreck wird medizinisch Pavor nocturnus genannt. Hinter diesem Namen steckt eine Schlafstörung die vor allem Klein- und Schulkinder betrifft, seltener sind auch Babys und Kleinskinder betroffen. Diese Schlafstörung ist harmlos und tritt oft in Kombination mit Schlafwandeln auf.

Die betroffenen Kinder befinden sich zwischen 2 Schalfphasen und können weder in die eine oder die andere Schlafphase übergehen. Sie stecken zwischen wach sein und schlafen fest wenn man es so ausdrücken will. Die Kinder schrecken zunächst keuchend, wimmernd auf, auch ein initialer Schrei ist möglich. Die Kinder ( seltener auch erwachsene) verspüren große Angst und zeigen auch alle physichen Anzeichen von panischer Angst, also klater Schweiß, Herzrasen und eine beschleunigte Atmung. Desweiteren sind die Kinder desorientiert und erkennen weder ihre Umgebung noch ihre Bezugsperson. Nach dem Anfall erwachen die betroffenen kurz, und schlafen wieder ein. In der Regel können sie sich nicht, anders als bei Albträumen, an diesen Vorfall erinnern, daher ist es wichtig, die Kinder am nächsten Tag nicht danach zu befragen. Ein Anfall dauert zwischen 2 und 30 Minuten, seltener können sie auch länger dauern.

Dieser Schrecken hat uns fest im Griff gehabt, nach dem wir das nächtliche abstillen in angriff nahmen. Obwohl ich meinen Wunsch nach dem nächtlichen abstillen mit den Minis kommunzierte, sie drauf vorbereitete und ihnen erzählte das ihre, genauer gesagt meine, „Busies“ müde sind und gerne schlafen möchten, kam es jeden Abend um ziemlich genau 22.00 Uhr zum initialen Schrei, dem dann ein meist 20-30 Minütiges wüten, weinen und schreien folgte. Ich konnte Knödel nicht anfassen oder ansprechen, das regte ihn nur noch mehr auf. Nach dem er dann erwachte, konnte er jedoch ohne die Brust nicht wieder einschlafen, Wasser oder einen Schnuller ( welchen ich als alternative zum stillen des Saugbedürfnisses anbieten wollte) lehnte er weinend ab. Er lag nach diesen Anfällen weinend und wimmernd vor Müdigkeit in meinem Arm zog an meinem Pullover und sagte nur „da , Busie“.

Mein Mutterherz zerbrach in diesen Momenten und ich beschloß zumindest Knödel vom abstillen auszuschließen und ihn weiter nach Bedarf zu stillen, für mich wäre es schon eine Erleichterung wenn nur ein Kind nachts nicht mehr stillen würde. Doch leider ließ sich das nicht wirklich umsetzen. Lediglich einen Teilerfolg konnte ich erzielen, Motti akzeptiert auch einen Schnuller und etwas Wasser sowie kuscheln zum weiter schlafen, doch lieber ist auch ihr das stillen, damit schläft sie schneller und zuverlässiger wieder ein. Naja Mission deutlich gescheitert.

I`m so tired but I can`t sleep….

Tja, da sitze ich nun, extrem müde und manchmal auch extrem gereizt mit meinen Steinzeitbabys und mache weiter wie bisher, denn nach ein wenig Recherche stellte ich fest das eine Ursache für das auftreten des Nachtschrecks psychozialer genese sein kann. Im konkreten beinhaltet dies emotionale Streßsituationen und Überforderung. Aber auch positive, aufregende Erlebnisse können das auftreten des Nachtschrecks begünstigen, daher empfielt es sich die zweite hälfte des Tages ruhiger zu gestalten und auch die Einschlafsituation ruhig zu gestalten.

Aufgrund der Information, dass emotionaler Stress das Auftreten begünstigt, habe ich recht schnell das nächtliche abstillen als entscheidenden Faktor ausmachen können, denn nur wenige Tage nach dem ich das Thema aufgab, legten sich die Schreiattacken und kommen seit dem nur noch sehr selten vor, meist an sehr stressigen, aufregenden Tagen…

Aber wenn jetzt alles wieder gut ist, warum bin ich dann so müde? Nun ja, auch wenn nicht mehr stundenlang geschrien und geweint wird, kann ich nicht gut schlafen. Bis ca 0.00 Uhr brauchen mich die beiden ca alle 45- 60 Minuten. Erst ab Mitternacht schlafen sie konstant mehrere Stunden. AUF MIR! Meist an der Brust nuckelnd. Ich liege also von 0.00-6.00 Uhr auf dem Rücken, zwei 1,5 jährige an meinen Körper gepresst, die bei jedem Versuch meinerseits eine bequemere Position zu finden lautstark protestieren. Erholsamer Schlaf geht anders, habe ich zumindest gehört.

Ich hoffe auf bessere Nächte, gestillte Bedürfnisse verschwinden von alleine – angeblich.

Ich mache also weiter wie bisher, immer hoffend das irgendwann der Knoten platzt und aus meinen Schlechtschläfern kleine Langschläfer werden, auch wenn ich mir sehr sicher bin, dass sie es erst im Teeniealter sein werden, wer hat schon von einem 16 jährigen gehört, der freiwillig früh aufsteht? Ich kenne keinen…

 

Habt ihr Erfahrungen mit dem Nachtschreck machen müssen? Wie seid ihr damit umgegangen?

Omg! Ich werde ausgehen!!!!

9 kotzende Monate Schwangerschaft und fast 15 Monate als Single-Twinmama ist es soweit! Ich gehe aus. Nur ganz kurz. Es wird nur ein Essen mit Freundinnen sein und ganz ehrlich?  Ich bin nervös wie vorm ersten Date!
Meine Mama wird kommen und die Stoffels zu Bett bringen und beaufsichtigen so lang ich meinen ersten freien Abend seit 2!!! Jahren  ( stellt euch das mal vor ) versuche zu genießen.
Aber die Angst ist groß. Bzw die Sorge um die Minis und meine Mutter.
Ich stille die beiden in den Schlaf. Jeden Abend seit ihrer Geburt. Und das soll jetzt meine Mutter übernehmen. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie das funktionieren soll aber ich bin bestmöglich vorbereitet und wir werden vor dem großen Abend üben. Von einer Freundin bekam ich Flaschen, ich besorgte Milchpulver und so ein Abkühlgerät für das Wasser so wie ein großes Sortiment an Schnullern. Also alles was nötig sein wird, wenn die Milchbar nicht verfügbar ist.

Aber jetzt will ich von euch wissen:
Wie stellen eure Papis, Omas oder Onkel/ Tanten es an, den Nachwuchs zum Schlafen zu bringen?
Schreien lassen ist selbstverständlich keine Lösung!