Wie ich mir die Zehen brach. Eine Kurzgeschichte 


Die dümmsten Ideen schreibt das Leben. Ist so. Ich hatte zum Beispiel am Montag die spitzen Idee am späten Nachmittag meine Eltern zu besuchen, denn die Knödels haben einen langen Mittagsschlaf gemacht und sonst wäre der Abend so lang geworden. 
Nachdem ich meine Eltern über unser Kommen informierte, wollte ich mich umziehen. Im gammellook vor die Tür muss auch nicht sein. Also begann ich mich umzuziehen während die Minis um mich herum tobten. Wie das Gesetz es will begannen Motte und Knödel zu streiten. Eigentlich nicht so schlimm. Doch gelegentlich artet dieser Geschwisterstreit etwas aus, so daß ich eingreifen muss. So geschehen auch am Montag:

Die Kampfknödel begannen damit sich zu prügeln und zu beißen. Ich wollte sie trennen um die Situation aufzulösen damit sich keiner verletzt. Während ich also mit 1,5 Beinen in meiner Jeans steckte und versuchte die sich kloppenden Zwillinge zu trennen verlor ich das Gleichgewicht, stürzte und traf zielsicher die Ecke des Türrahmens mit dem rechten Fuß. Genauer gesagt mit den 3 mittleren Zehen. Es knackt deutlich spür- und hörbar und schon liege ich am Boden, verspüre den Reflex zu erbrechen. Und gleichzeitig die Gewissheit:

Scheiße! Die sind gebrochen. Aua.

Motte und Knödel lassen voneinander ab und schauen mich verwundert an. Ziel erreicht: Prügelei beendet. Sie sind sichtlich irritiert und ein bisschen ratlos. Sie wissen nicht genau was jetzt angesagt ist. Motte bringt mir mein Telefon und ich rufe meine Eltern an um von meinem Malheur zu berichten. Dann ziehe ich mich an und fahre mit starken Schmerzen zu meinen Eltern und dem gut gefüllten Schmerzmittel Lager.


Am nächsten Tag standen dann mehrere Stunden Arzt und Wartezimmer auf dem Programm. Mit einem Röntgenbild, zusammengeklebten Zehen und ner Großpackung Ibu sowie dem Ratschlag mich zu schonen und die Füße hoch zu legen werde ich schallend lachend wieder nach Hause entsendet. Füße hoch legen.  Mit 2 Kleinkindern. Alleinerziehend. Genialer Witz.

Die spektakulärsten Unfälle passieren ja nunmal im Haushalt! Habt ihr auch schon solche Film reifen Stunts hingelegt? Erzählt mir davon! 

Liebe grüße Ela 

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6 Gedanken zu “Wie ich mir die Zehen brach. Eine Kurzgeschichte 

  1. Filmreif vielleicht nicht, aber legendär war auf jeden Fall, wie ich mal eine Lasagne aus dem Ofen holte, noch etwas Käse drüberstreute, mich kurz unterhielt und dann stilldement wie ich war die Form wieder in den Ofen stellte. Ohne Handschuhe oder Topflappen. 😦

    P.S. Unbezahlbar das Gesicht des Gesprächspartners, während ich noch verzweifelt : „Heiß!Heiß!“ rief. (aber bloß nicht die Form fallen lassen)

    Alles Gute für deine Zehen.

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  2. Oh ja…. Mein Feind ist die Treppe.
    Einmal hab ich die Minis zum Mittagsschlaf hingelegt, vollen Windeleimer unterm Arm und dann wieder runter. Tja, die drittletzte Stufe mochte mich nicht. Ich segelte runter, knallte auf die Wirbelsäule und dachte dachte, jetzt ist alles aus…
    Mich auf die Couch geschleppt, musste mich meine Vierjährige trösten. Aber nicht vor Schmerz, sonder eher aus Wut vor meiner Doofheit.
    Ergebnis: Wirbelsäule heil (GOTT SEI DANK!!!!) und nach einigen Tagen eine dicke Schleimbeutelentzündung im Ellbogen. Glück im Unglück!!! Ich hätte mir hier locker Wirbelsäule und/oder Arm brechen können.
    Also an alle: Immer schön die Hand am Handlauf 😉

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