Don`t cry for me liebe Mama

Ein Plädoyer fürs Jammern! Ganz recht.

Bei Mama schreibt geht es um das jammern und darum das Mütter sich bitte am Riemen reißen sollen. Ihren Kindern zur Liebe. So weit so gut. Möglicherweise ist das richtig, aber ich sehe das anders.

Gestern schrieb ich ja über Grenzen, Aufopferung und Bedürfnisse. Und ich stehe hinter dem was ich schrieb.

Die Worte bei Mama schreibt machen mich nachdenklich und wütend. Schließlich habe ich mir jetzt nicht unbedingt ausgesucht alleinerziehende Zwillingsmama zu sein, und Gott lob, die Erfüllung meines Lebens sehe ich nicht in der Aufopferung für die Brut. Es muss miteinander gehen. Und auch ich darf mal mies drauf sein, jammern, weinen, schimpfen und schreien und auch haben Mütter das recht darauf zu sagen: jetzt nicht, Mama kann nicht mehr. Das ist authentisch und pflegt die Seele.

Was bringt es mir auf einer Wolke von Hormonen durch die Gegend zu wabbern, in Glückseeligkeit zu schwelgen und andere mit ihrem Verhalten zu bewerten? NIX! Nur das eine: irgendwann sind die Hormone weg und die Realtität ist da! Guten Tag Tal der Tränen.

Genau genommen hat man dann nur eine Wahl: Raus und dampf ablassen, oder weiter schlucken und irgendwann explodieren. Ich finde es richtig zu sich und seinen Gefühlen zu stehen. Das macht mich und meine (nicht-) Erziehung glaubwürdig, denn ich möchte meinen Kindern beibringen das ihre Gefühle in Ordnung sind. Auch negative! Aber das können sie nur lernen wenn auch ich diese zulasse und damit umgehe. Das ist Authentisch alles andere ist nur Schauspiel. Und ich bin sicher das Kinder damit umgehen können, etwas daraus lernen können.

Natürlich gibt es Mütter die ihre Mutterschaft bereuen, aber selten sind es die, die jammern. Denn diese Mütter reißen sich den Arsch von vorn bis hinten für ihre Kinder auf, und insgeheim wißen sie auch: der nächste Kinoabend ist gar nicht so weit weg wie man in den ersten Monaten denkt. Es sind Momentaufnahmen aus einem fremden Leben. Sowas kann man nicht bewerten. Solche Aussagen entstehen aus Frust, Traurigkeit und manchmal auch aus Überforderung. Und all das darf man spüren und das dürfen auch Babies und Kinder sehen.

Der Umgang mit allen Facetten der Emotionen trainieren den Umgang mit Gefühlen und legen den Grundstein für ein empathisches Miteinander. Ich verstehe nicht was daran falsch sein soll?

 

In diesem Sinne, Jammermodus an:

Ich werde nie wieder ausschlafen,

Meine Haare werden nie wieder so toll aussehen wie früher,

Mein Hintern wird nie wieder in diese neckische Carpijeans von vor 3 Jahren passen,

Meine Brüste sind ruiniert,

Nie wieder tagelange Konzertreisen kreuz und quer durch die Republik,

Nie wieder Alkohol,

Scheiße schon wieder versagt als Hausfrau und Supermutter….

 

Tjoa könnte jetzt so weiter machen, dafür habe ich nämlich keine Zeit, nach dem jammern ist nämlich wieder Kraft und Energie da, für das was wichtig ist: Meine Kinder. Dann kann ich für sie da sein ohne inneren Druck zu verspüren und mich ganz ihnen widmen. Finde ich gar nicht so verkerht.

Herzlichst, euer Jammerlappen Ela ❤

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4 Gedanken zu “Don`t cry for me liebe Mama

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