Meine Stilldemenz kennt keine Grenzen

Wirklich wahr. So schlimm wie die letzten Wochen war es nur ganz am Anfang der Stillzeit.

Das ganze Drama begann ziemlich genau vor einer Woche. Ich räumte die Schränke im Wohnzimmer aus und fand dabei mein „Ersatz-Handy“, welches ich besorgte als mein altes Handy kaputt ging. Da ich bereits einen guten Ersatz gefunden habe, wurde das kleine süße weiß-rosa Gerät für Notfälle beiseite gelegt.

Als es wieder auftauchte, kam mir die Idee, ich könnte es meiner Mutter schenken. Ihr Handy ist schon ein bisschen älter und die Leistung ist nicht besonders. Ich besprach das mit meiner Mutter und legte das Handy mit dem Zubehör erst mal ins obere Fach des Spielzeugregals, damit ich es nicht verbummele. Am Folgetag verpackte ich die Weihnachtsgeschenke und legte alle in einen Karton im Abstellraum, auch das Handy.

Letzten Samstag bekam ich neue Möbel, ich nutzte die Gelegenheit und ließ direkt das Spielzeugregal an seinen endgültigen Platz tragen. Mein Vater, Bruder, Onkel sowie seine Kinder waren gekommen um mir zur Hand zu gehen. Ich bat F. , ein Teenie im besten Flegelalter, schon mal das Regal auszuräumen.

Nach ein paar Stunden war alles erledigt und alle Möbel waren aufgebaut und an ihrem Platz.

Wie der Zufall es will, wurde am gleichen Tag mein Handy gestohlen, da ich kein Festnetztelefon nutze bin ich auf das Handy angewiesen. Ich bekam erst einmal das Handy meiner Mutter. Am Abend wollte ich schon mal das kleine rosa Smartie suchen um es betriebsfähig zu machen. Doch das Handy war weg. Ich konnte es nicht finden. Überall habe ich gesucht. Nix. Am Sonntag suchte ich noch mal. Verzweifelt rief ich meine Eltern an und bat sie, meinen Onkel anzurufen. Er sollte F. fragen ob er weiß wo das Handy geblieben sei. Das ganze war für alle beteiligten wahrlich unangenehm. Doch das Handy tauchte nicht wieder auf.

Am Montag kaufte ich die letzten Weihnachtsgeschenke und ließ diese direkt verpacken. Nach dem Einkauf brachte ich die Päckchen zu den anderen im Abstellraum. Und jetzt ratet mal was ich bei den anderen Geschenken gefunden habe….

Ich habe völlig vergessen das ich das Handy schon verpackt hatte, ich war felesenfest davon überzeugt das das verdammte Teil im Spielzeugregal lag.

Um der Peinlichkeit noch eins drauf zu setzten:

Ich informierte natürlich umgehend alle beteiligten. Auch meinen Bruder. Abends schrieb ich ihm eine Nachricht. Wollte ihm berichten was ich angestellt hatte. Da schrieb er: Ey Schwesterchen, das hast du mir heute Mittag erzählt. Haste das auch vergessen?

JA HABE ICH!

Genauso wie den Mülleimer an der Straße, welcher freundlicherweise von meinem Nachbarn zurück gebracht wurde, so wie die Tatsache das nächste Woche schon Weihnachten ist. Bin ein bisschen spät dran mit den DIY Geschenken. Aber unter Druck funktioniere ich am Besten. Nur mein Verstand schaltet aus.

Meine Stilldemenz ist wirklich grenzenlos.

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2 Gedanken zu “Meine Stilldemenz kennt keine Grenzen

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