Mach es gut 2015

2016

 

2015 war kein gutes Jahr für uns. Bzw für mich.

Es fing an mit einer schweren RSV Infektion bei M, es folgte schwerer Durchfall und am Ende hatten wir eine tierische Ärzterennerei, da M Gewicht verloren hatte, nicht mehr adäquat zunahm und seine motorische Entwicklung lief zunehmend schleppend. Es hat viele Nerven gekostet an meinem Weg festzuhalten und mich nicht durch verschiedene Ärzte verunsichern zu lassen. Wenige Monate später war alles wieder gut und ich bin sehr froh das er so gut wieder auf die Spur gekommen ist.

Wenig später verlor ich meine größte Stütze überhaupt. J war meine erste wirklich wichtige und lange Beziehung, er war der Mann von dem ich dachte, ich würde ihn heiraten. Getrennt hatten wir uns schon im Februar `13. Dennoch blieben wir Freunde und er hat wirklich viel für die Twins und mich getan. Er war ein großer Teil unseres Lebens bis er eine neue Partnerin fand und plötzlich alles anders war. Es tut immer noch weh.

Durch das wegfallen von J fehlte mir ein maßgeblicher Teil meiner so wie so schon margeren Unterstützung. Es wurde immer schwerer für mich und ich merkte, so geht das nicht weiter. So entschied ich schweren Herzens wieder in die alte Heimat umzuziehen. Diese Entscheidung sollte sich als scheinbar schwerer Fehler entpuppen, denn mein einst so verständnisvoller Vermieter zeigte sein wahres Gesicht. Und es war kein hübsches. Er verklagte mich. Das ganze ist immer noch nicht vom Tisch. In erster Instanz wurde mir Recht zugesprochen, doch er gibt nicht auf und will die Berfung. Wir werden sehen wie das weiter geht.

Ich wollte eine Beziehung eingehen, doch es zeigte sich das meine Vorbehalte richtig waren. An Weihnachten wurde mir ohne ein weiteres Wort eine neue auf FB präsentiert. Ich bleibe also weiter Single und werde mal sehen ob es 2016 vllt den einen für uns gibt.

Auch ist dieses Jahr so einiges Kaputt gegangen, verloren gegangen oder sonst wie den Weg allen irdischen geganen. Angefangen bei 2 Handys ging es weiter über den Laptop und am Anfang des Jahres musste ich lernen wie man ein Auto ohne Bremse fährt. Freundschaften stellten sich als nicht so wertvoll raus wie vermutet und Bekanntschaften stellten sich als wahre Freunde raus. Ihr seid die Besten!

Neben all diesen Ereignissen entwickelte ich zunehmend Sonderbarkeiten die sich sehr negativ auf mein Umfeld auswirkten. Ich bekam Depressionen. Die letzten 2 Jahre waren mehr als ich verkraften konnte. Ich distanzierte mich von allen, die mir bis dahin eine große Stütze waren. Auch wenn einige dieser Menschen mir später schwer in den Rücken gefallen sind, so möchte ich mich an dieser Stelle entschuldigen für mein Verhalten und auch meinen Dank aussprechen für die große Unterstützung in jeder Lebenslage. DANKE!

Liebe Christin, du bekommst an dieser Stelle einen extra Dank dafür, dass du immer an meiner virtuellen Seite warst, auch wenn ich dir in diesem Jahr nicht immer die Freundin sein konnte, die ich gern wäre. Ende Januar 2016 werden wir uns schon 2 Jahre kennen. Du hast mir so geholfen wann immer ich einen Mülleimer zum Jammern brauchte. Ich wünsche mir für uns, das wir uns dieses Jahr endlich im Real Life sehen können. Das wäre wirklich spitze!

Doch nicht alles war schlecht.

Wir fanden eine tolle Wohnung die perfekt für unsere Bedürfnisse ist. Ich liebe diese Wohnung und nach und nach wird es wohnlich und heimelig.

M hat seine Probleme vom Anfang des Jahres überwunden und hat ab mitte des Jahres im megatempo weiter gemacht. Er kann laufen, er beginnt zu sprechen. Er ist sehr selbstständig geworden und hat seinen Status als Sorgenbaby endgültig überwunden. Er weiß ganz genau was er will und ist manchmal ein kleiner Wutknödel.

Auch A hat sich ganz wunderbar entwickelt. War sie anfangs noch sehr klein und zart so ist sie jetzt ein ausgewachsener Wonneproppen. Sie ist unglaublich selbstbewusst und geht ihren Weg ohne rücksicht auf Verluste.

Ich habe einen super Arzt gefunden der mit mir Hilft mit meinen Dämonen fertig zu werden bis ich endlich einen Therapeuten gefunden habe.

Das Verhältnis zum Twinpapa und seiner Familie hat sich verbessert. Wir sind wie eine Familie, nur ein bisschen anders als die anderen.

Die Entscheidung zum bloggen war super, ich habe tolle Leute kennen gelernt und freue mcih sehr darüber.

Und zu guter letzt das beste was mir in diesem Jahr passiert ist:

neue Freundschaften.  ich kam zu zwei weiteren Freundinnen, sie heißen Marita und Ilona. Sie haben auch Kids die etwas jünger sind als A und M. Sie könnten echt nicht toller sein. Sie wissen was hier abgeht und unterstützen mich so gut sie können, obwohl sie gar nicht müßten. Mädels ich hab euch lieb ❤

 

Ich hoffe das ich 2016 endlich ankommen kann, mehr Ruhe finden darf. Das sich das Ding mit der Berufung endlich in Schall und Rauch auflöst und ich hoffe ich kann euch im neuen Jahr mit ein paar neuen tollen Geschichten aus dem Leben mit Zwillingen versorgen, denn jetzt wird es richtig spannend.

Trotzphase, Sprechen lernen, die Welt erobern. Ich werde lernen müßen loszulassen und doch als sicherer Hafen zu fungieren. In diesem Sinne,

guten Rutsch meine Lieben, auf das eure Wünsche in Erfüllung gehen und ihr euch keinen Stress mit irgendwelchen Vorsätzen macht!

Advertisements

Murphy`s Stoffwindel Gesetze

Wir wickeln mit Stoff. das schont die Umwelt, sieht hübsch aus und sollte auch den Geldbeutel schonen so fern man keine Sucht entwickelt. Um mich darüber zu informieren bin ich einer entsprechenden Gruppe auf FB beigetreten und dort gab es im Sommer die Stoffwindel-Regeln für Babys. Dieser Thread kam wieder hoch und veranlasste mich dazu, das ganze mal auf meine Weise für euch zusammen zu fassen.

Viel Spaß!

 

csm_Stoffwindeln_shootingankauf_web_bb81650675

 

  1. Wenn dein Baby mit Stoff und herkömmlichen Windeln gewicketl wird, kannst du deinen Hintern darauf verwetten das es erst dann kackt, wenn es wieder Stoffies trägt
  2. Wenn es dann kackt, kackplodiert es.
  3. Wenn es nur stillt, wird es ein Poonamie der alles mit sich reißt, auch das zum Schutz eingelegte Windelvließ
  4. Das passiert vor allem dann wenn es eine besondere Windel trägt.
  5. Oder eine Windel die sehr anfällig ist für Flecken.
  6. Und zwar immer dann, wenn du grade unmöglich wickeln kannst.
  7. Wenn du widererwartend doch umgehend wickeln kannst, hast du vor 5 Minuten die Waschmaschine mit der Windelwäsche angeschmißen.
  8. Sollte Mama mit Wollies wickeln, lösen sich die Verstopfungen sobald ein frisch gewaschenes und gefettetes Exemplar angelegt wurde.
  9. Für die Zwillingsmamas: K1 kackt während K2 grade an der Brust einschläft.
  10. Um den Stoffieverbrauch zu steigern gibt es stündlich falschen Alarm mit allem:  Kackgesicht, Pupsgeruch, mit dem Popo wackeln, Po festhalten und auf die Frage: willst du eine frische Windel wird eifrig genickt. In wirklichkeit ist nix oder nur ein Hauch von Pipi drin.
  11. Windeln die Tagsüber keine 3 Stunden halten, halten im Notfall 12 Std im Nachtschlaf.
  12. Die Frage nach dem Waschmittel spaltet die Gemüter. 😉

Don`t cry for me liebe Mama

Ein Plädoyer fürs Jammern! Ganz recht.

Bei Mama schreibt geht es um das jammern und darum das Mütter sich bitte am Riemen reißen sollen. Ihren Kindern zur Liebe. So weit so gut. Möglicherweise ist das richtig, aber ich sehe das anders.

Gestern schrieb ich ja über Grenzen, Aufopferung und Bedürfnisse. Und ich stehe hinter dem was ich schrieb.

Die Worte bei Mama schreibt machen mich nachdenklich und wütend. Schließlich habe ich mir jetzt nicht unbedingt ausgesucht alleinerziehende Zwillingsmama zu sein, und Gott lob, die Erfüllung meines Lebens sehe ich nicht in der Aufopferung für die Brut. Es muss miteinander gehen. Und auch ich darf mal mies drauf sein, jammern, weinen, schimpfen und schreien und auch haben Mütter das recht darauf zu sagen: jetzt nicht, Mama kann nicht mehr. Das ist authentisch und pflegt die Seele.

Was bringt es mir auf einer Wolke von Hormonen durch die Gegend zu wabbern, in Glückseeligkeit zu schwelgen und andere mit ihrem Verhalten zu bewerten? NIX! Nur das eine: irgendwann sind die Hormone weg und die Realtität ist da! Guten Tag Tal der Tränen.

Genau genommen hat man dann nur eine Wahl: Raus und dampf ablassen, oder weiter schlucken und irgendwann explodieren. Ich finde es richtig zu sich und seinen Gefühlen zu stehen. Das macht mich und meine (nicht-) Erziehung glaubwürdig, denn ich möchte meinen Kindern beibringen das ihre Gefühle in Ordnung sind. Auch negative! Aber das können sie nur lernen wenn auch ich diese zulasse und damit umgehe. Das ist Authentisch alles andere ist nur Schauspiel. Und ich bin sicher das Kinder damit umgehen können, etwas daraus lernen können.

Natürlich gibt es Mütter die ihre Mutterschaft bereuen, aber selten sind es die, die jammern. Denn diese Mütter reißen sich den Arsch von vorn bis hinten für ihre Kinder auf, und insgeheim wißen sie auch: der nächste Kinoabend ist gar nicht so weit weg wie man in den ersten Monaten denkt. Es sind Momentaufnahmen aus einem fremden Leben. Sowas kann man nicht bewerten. Solche Aussagen entstehen aus Frust, Traurigkeit und manchmal auch aus Überforderung. Und all das darf man spüren und das dürfen auch Babies und Kinder sehen.

Der Umgang mit allen Facetten der Emotionen trainieren den Umgang mit Gefühlen und legen den Grundstein für ein empathisches Miteinander. Ich verstehe nicht was daran falsch sein soll?

 

In diesem Sinne, Jammermodus an:

Ich werde nie wieder ausschlafen,

Meine Haare werden nie wieder so toll aussehen wie früher,

Mein Hintern wird nie wieder in diese neckische Carpijeans von vor 3 Jahren passen,

Meine Brüste sind ruiniert,

Nie wieder tagelange Konzertreisen kreuz und quer durch die Republik,

Nie wieder Alkohol,

Scheiße schon wieder versagt als Hausfrau und Supermutter….

 

Tjoa könnte jetzt so weiter machen, dafür habe ich nämlich keine Zeit, nach dem jammern ist nämlich wieder Kraft und Energie da, für das was wichtig ist: Meine Kinder. Dann kann ich für sie da sein ohne inneren Druck zu verspüren und mich ganz ihnen widmen. Finde ich gar nicht so verkerht.

Herzlichst, euer Jammerlappen Ela ❤

Zwischen Bedürfnisbefriedigung und persönlichen Grenzen

Der Grad zwischen bedingungsloser Liebe und Bedürfnisbefriedigung und Selbstaufgabe ist schmal und individuell. Wo meine Grenze noch Luft nach oben hatte, haben andere eine wesentlich geringere Grenze der Belastungsfähigkeit.

Bis-hierhin-Seleneos-photocase-BizzMiss

Die Entscheidung die Zwillinge im Sinne des von Sears auf den Weg gebrachten Konzepts des Attachment Parenting groß zu ziehen war ein langer Weg der persönlichen Entwicklung. Noch wenige Monate vor meiner Schwangerschaft quälte ich meine damalige Auszubildende mit den üblichen Sprüchen.

       Wenn du wissen willst, wie du deine Kinder erziehen sollst, frage die, die keine haben. Die wissen was du falsch machst.

1554631_723677441032815_4682116937080946085_n

Und genauso war es, bis ich selber schwanger wurde. Ich befasste mich mit verschiedenen Modellen und Möglichkeiten der Kindererziehung. Durch den Kontakt mit anderen Müttern lernte ich sehr viel und fand meinen Weg. Die Idee war geboren, jetzt musste sie nur noch umgesetzt werden. Ich stellte mir das ganze wesentlich leichter vor, als es letztlich war.

Meine Enttäuschung war grenzenlos, als ich erkennen musste, das ich offenbar alles falsch machte. Stunden um Stunden verbrachte ich damit, die kleinen zu stillen und zu tragen, zu schaukeln und zu singen. Monate schlief ich im sitzen. Und ich verstand nicht warum. Ich schenkte meinen Kindern grenzenlose Liebe und Bedrüfnisbefriedigung doch es schien nicht zu funktionieren.

10680101_742619475805278_4706244512325204380_o

    Zu schlau zum ferbern, zu doof für Attachment Parenting!???

Wo also lag der Fehler? In meiner Naivität nahm ich an, dass, wenn ich nur alles tun würde was nötig sei, ich rund um zufriedene und glückliche Babies haben würde. Leider hatte ich das nicht. Keine Ahnung warum, aber meine Babies schrien und schrien und schrien. Ruhe war nur wenn sie auf mir lagen und stillen konnten. Die Kommentare aus meiner Umgebung waren noch schmerzhafter als mein vermeintliches Versagen als Mutter. Oft überlegte ich, einfach schluß zu machen mit dem ganzen und auf „Standard“ umzuschalten. Doch meine Grenzen waren dehnbar. Sehr dehnbar.

10997899_817954388271786_2190306323473739013_n

  Die Erfolge kamen langsam. Aber sie kamen. Schritt für Schritt zu glücklichen Babies.

In dieser Zeit, in der ich 24/7 ans Sofa gefesselt war, begann ich mich näher mit dem Wesen von Babies zu becshäftigen, warum sind sie wie sie sind und warum „funktionieren“ sie nicht so wie man es sich eigentlich vorstellt. Das half mir, mehr Verständnis für meine Puper aufzubringen und ich hörte auf, das Verhalten meiner Kinder zu pathologisieren und nahm es als gegeben hin. Zunehmend entspannte ich mich und das wirkte sich auch auf A und M sehr nachhaltig aus. Schritt für Schritt kamen wir gemeinsam im Leben an und fanden zu einander nachdem wir 5 Monate gekämpft hatten. Ich war oft an meinen Grenzen und schaffte es, darüber hinaus zu gehen.

In dieser Zeit war ich viel unterwegs, besuchte meine Eltern, reiste mit Bekannten in den Harz für ein Wochenende. Ich lebte auf und traf eine Entscheidung, die mich zum Zusammenbruch führte.

                           Aufopferung und klein bei geben oder kämpfen?

Die Erkenntnis, mehr Unterstützung zu benötigen, führte dazu, das ich einen Umzug plante, doch leider verlief das ganze Unternehmen nicht mal annährend so wie gewünscht. Genau genommen ist das alles  immer noch nicht geklärt, und hängt mir nach. Meine Kräfte waren aufgebraucht. Ich hatte alles in die Kinder investiert und keine Ressourcen mehr um für uns und unser Recht zu kämpfen, da mussten meine Eltern für mich in die Bresche springen und taten das ohne zu zögern, damit ich weiter für meine Kinder da sein konnte, trotz des Zusammenbruchs.

Gemessen an der Länge eines ganzen Lebens, ist die Zeit in der unsere Kinder so sehr auf uns angewiesen sind verschwindend gering.

Die Bedürfnisse meiner Kinder haben sich verändert, sie lassen es zu das auch andere ihre Bedürfnisse befriedigen und geben mir mehr Raum meine Bedürfnisse in den Vordergrund zu rücken ( manchmal zumindest). Ich habe alles gegeben für meine Kinder, in dem Wissen das es irgendwann erträglicher, leichter, anders werden würde. Daran hielt ich mich fest und das gab mir den Antrieb immer weiter zu machen.

Ich habe mich aufgeopfert und meine Bedürfnisse ganz weit weg geschoben. Ich denke jede Mutter macht das wenn sie keine andere Wahl hat. Ich hatte keine, denn ich handle aus tiefer Überzeugung und habe ja auch nicht wirklich jemanden der mich entlasten kann. Aber ich weiß das diese Zeit kurz ist und habe sie genossen, manchmal vermisse ich sie sogar ein wenig, denn ich muss anfangen los zu lassen. A und M werden flügge und entdecken die Welt mit meiner Hilfe auf eigenen Beinen. Sie brauchen mich, aber sie brauchen mich immer weniger. Wenn ich sie zu meinen Eltern bringe um ein bisschen Babyfrei zu haben, schieben sie mich zur Tür raus und winken freudig. Dann weiß ich, das ich alles richtig gemacht habe. Und ich würde es wieder tun.

     Elternschaft bis an die Grenzen und darüber hinaus

In den ersten Monaten steht alles hinten an, selbst die Befriedigung der eigenen Grundbedürfnisse. Jeder gesteht dem Baby zu, laut, anstrengend und an Mama geklebt zu sein, doch nach wenigen Wochen oder Monaten wird uns von der Gesellschaft vermittelt das jetzt bitte das Baby  alleine schlafen soll, stillen nach Bedarf ist Blödsinn, tragen verwöhnt das Kind nur noch mehr und wenn wir auf das schreien reagieren, sind wir Opfer unseres manipulativen Babytyrannen. Eltern, egal welchen Weg sie wählten, kommen an ihre Grenzen. Wo bleibt der Platz für meine Bedürfnisse, bin ich egoistisch wenn ich sage ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr?

Nein! Attachment Parenting bedeutet nicht, sich selbst zu verlieren und dem Kind stets zu Diensten zu sein. Bindungs- und Bedürfnisorientierung bedeuten miteinander zu wachsen und sich aufeinander einzustellen, und auch Babys und Kleinkinder können sich im kleinen Ausmaß auf andere einstellen und je älter sie werden desto mehr darf auch der Fokus wieder auf den elterlichen Bedürfnissen liegen, ohne das der Nachwuchs schaden davon nimmt. Und genau da beginnt das Dilemma. Wie schaffe ich es meine Bedürfnisse mit denen meiner Kinder abzustimmen? Wie verkraftet mein Kind das es Grenzen gibt und das auch ich welche habe? Wer an diesem Punkt die Kurve nicht bekommt, gerät endgültig in die Selbstaufgabe. Man fragt sich unweigerlich ob es ok ist Grenzen zu ziehen und tut sich schwer damit, den richtigen Rahmen aus Freiheit, Grenzen, Bedürfnisbefriedigung und eigenen Bedürfnissen zu finden. Doch wenn man einmal damit angefangen hat, fällt es einem immer leichter…

12311186_951592434907980_5672418637034614521_n

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade von Frau Chamailion. Ich freue mich das ich mitmachen konnte und hoffe, ihr hattet ein bisschen Spaß am lesen.

Wie vermeide ich den Muddi-Look? Ein versuch individuell zu bleiben

Die Mommyform. Jede kennt sie, alle hassen sie, jeder trägt sie. Heimlich.

Leggings, XXL-Pullover oder Stilltop und XXL-Strickjacke. Esprit-Jeans und die Funktionsjacke von Herrn Wolfskin. Dazu bequeme Schuhe.

Gruselig. Wirklich. Das sieht scheiße aus und steht auch kaum jemanden^^

Ich gebe zu ich trage sie auch, die Mommyform. Lieber würde ich aber das tragen was ich früher trug. Geht aber nicht. Die Sachen sind weder Still- noch Spielplatztauglich. Fuck.

Früher trug ich Jeans und Bandshirt. Am Wochenende szenetypische Kleidung, immer gestylte Haare, nie ohne knallroten Lippenstift.

Dann wurde ich Mutter. Mein Arsch ist zu fett für meine alten Hosen, und meine Boobies sind zu groß für die hautengen Shirts von früher.

Jetzt trage ich Stilltops und Jeggings. Ein Kompromiss. Jeans sind zu unbequem, Leggings sehen aus wie notgelandet. Gott sei Dank liefert der Modeskandinave letzteres in verschiedenen Varianten an, auch in nahezu stylisch. Über den Stilltops trage ich meist extravagante Oberteile. In XXL-Look. Ein weitere Kompromiss. Das hat nix mit meinem Look von früher zu tun aber wenigstens schreit es nicht: ACHTUNG Muddi voraus. Stillen kann ich auch damit.

Eine Funktionsjacke besitze ich mittlerweile auch. Mister Wolfskin ist mein persönlicher Horror und erinnert mich an die Muttis, die ich nicht mag. Genau genommen machen die auch nichts für die Figur. Und selbst in dezentem Schwarz leuchtet der gelbe Markenname Kilometer weit in die Nacht hinein.

Ich habe mir daher 2 Jacken von CMP gekauft. Schlicht, Schwarz, nicht ganz so schrecklich hässlich, figurschmeichelnd. Der Weg dahin war lang und schmerzhaft für die Verkäufer in diversen Modehäusern. Doch es hat sich gelohnt. Am liebsten trage ich dennoch meine mittlerweile 10 Jahre alte, völlig abgeranzte, mit Aufnähern und Buttons verzierte, sich selbst auflösende Bikerjacke. Ich bilde mir ein damit weniger nach Mutti auszusehen und mehr nach mir selbst.

Meine Highheels habe ich gegen Boots getauscht. Ohne Schnörkel und der gleichen. Und ohne UggBoot look. Das sind und bleiben die hässlichstens Schuhe der Welt. Selbst Balerinas sind noch besser als diese Fellsocken mit Sohle.

Die roten Lippen habe ich gegen etwas dezenteres getauscht. Und die langen Haare wurden vorübergehend von einem extrem Kurzhaarschnitt abgelöst. Dumme Idee. Das züchten ist ziemlich langatmig. Und das alles nur weil ich der Meinung war, meine kahlen Stellen müssen weg und ein Bob ist zu Muddi. Wenigstens haben jetzt alle Haare nahezu die gleiche Länge. Ist ja auch was.

In Wirklichkeit habe ich überhaupt keine Ahnung von Mode und Style, ich habe mich nie dafür interessiert und mein eigenes Ding gemacht. Möglichst schrill, möglichst individuell. Hauptsache auffallen und empören. Das Spiel mit den Looks von früher in Verbindung mit aktuellen Elementen war mein Ding.

Seitdem ich Mutter bin fehlt mir das Gespür dafür, was mir mit meinem extrem veränderten Körper steht. Ständig bin ich auf der Suche nach mir. Nach meinem Look. Doch meistens ist jeder Versuch zwecklos, am Ende sehe ich aus wie eine Mutter egal was ich trage. Der Grund dafür sind meine Kids. Sie sind fast immer bei mir. Und das ist okay.

Und bis ich wieder in die Sachen von früher passe trage ich das was alle Muddis tragen: bequem, zweckmäßig und ein bisschen individuell.

Im übrigen sind meine Kids wesentlich stylischer gekleidet als ich es bin. So ganz ist es noch nicht verloren, mein Gespür für extravagante Kombis. Das lässt hoffen.

Und jetzt schwöre ich, nie wieder über Mode zu schreiben. Ich kanns nicht.

Ende.

Meine Stilldemenz kennt keine Grenzen

Wirklich wahr. So schlimm wie die letzten Wochen war es nur ganz am Anfang der Stillzeit.

Das ganze Drama begann ziemlich genau vor einer Woche. Ich räumte die Schränke im Wohnzimmer aus und fand dabei mein „Ersatz-Handy“, welches ich besorgte als mein altes Handy kaputt ging. Da ich bereits einen guten Ersatz gefunden habe, wurde das kleine süße weiß-rosa Gerät für Notfälle beiseite gelegt.

Als es wieder auftauchte, kam mir die Idee, ich könnte es meiner Mutter schenken. Ihr Handy ist schon ein bisschen älter und die Leistung ist nicht besonders. Ich besprach das mit meiner Mutter und legte das Handy mit dem Zubehör erst mal ins obere Fach des Spielzeugregals, damit ich es nicht verbummele. Am Folgetag verpackte ich die Weihnachtsgeschenke und legte alle in einen Karton im Abstellraum, auch das Handy.

Letzten Samstag bekam ich neue Möbel, ich nutzte die Gelegenheit und ließ direkt das Spielzeugregal an seinen endgültigen Platz tragen. Mein Vater, Bruder, Onkel sowie seine Kinder waren gekommen um mir zur Hand zu gehen. Ich bat F. , ein Teenie im besten Flegelalter, schon mal das Regal auszuräumen.

Nach ein paar Stunden war alles erledigt und alle Möbel waren aufgebaut und an ihrem Platz.

Wie der Zufall es will, wurde am gleichen Tag mein Handy gestohlen, da ich kein Festnetztelefon nutze bin ich auf das Handy angewiesen. Ich bekam erst einmal das Handy meiner Mutter. Am Abend wollte ich schon mal das kleine rosa Smartie suchen um es betriebsfähig zu machen. Doch das Handy war weg. Ich konnte es nicht finden. Überall habe ich gesucht. Nix. Am Sonntag suchte ich noch mal. Verzweifelt rief ich meine Eltern an und bat sie, meinen Onkel anzurufen. Er sollte F. fragen ob er weiß wo das Handy geblieben sei. Das ganze war für alle beteiligten wahrlich unangenehm. Doch das Handy tauchte nicht wieder auf.

Am Montag kaufte ich die letzten Weihnachtsgeschenke und ließ diese direkt verpacken. Nach dem Einkauf brachte ich die Päckchen zu den anderen im Abstellraum. Und jetzt ratet mal was ich bei den anderen Geschenken gefunden habe….

Ich habe völlig vergessen das ich das Handy schon verpackt hatte, ich war felesenfest davon überzeugt das das verdammte Teil im Spielzeugregal lag.

Um der Peinlichkeit noch eins drauf zu setzten:

Ich informierte natürlich umgehend alle beteiligten. Auch meinen Bruder. Abends schrieb ich ihm eine Nachricht. Wollte ihm berichten was ich angestellt hatte. Da schrieb er: Ey Schwesterchen, das hast du mir heute Mittag erzählt. Haste das auch vergessen?

JA HABE ICH!

Genauso wie den Mülleimer an der Straße, welcher freundlicherweise von meinem Nachbarn zurück gebracht wurde, so wie die Tatsache das nächste Woche schon Weihnachten ist. Bin ein bisschen spät dran mit den DIY Geschenken. Aber unter Druck funktioniere ich am Besten. Nur mein Verstand schaltet aus.

Meine Stilldemenz ist wirklich grenzenlos.

Überleben als Single-Zwillingsmom

Es gibt zahlose Tipps zum Überleben von Zwillingseltern, doch dort geht es immer um Eltern als Paar. Deswegen gibt es jetzt hier die ultimativen Überlebenstipps von mir!

  1. Pünktlich? Solltest du vergessen! Entwerder schreit, kotzt oder kackt sich jemand ein, manchmal kommt auch hunger dazwischen. Musst du dennoch pünktlich sein, informiere jeden darüber das du eh nicht pünktlich sein wirst.
  2. Lange gepflegte Haare? Nicht in den nächsten 2-3 Jahren. Erstens fallen eh alle Haare aus und zweitens hast du eh keine Zeit zum Haare waschen. Daher empfiehlt es sich , schon vorzeitig einen neuen Haarschnitt in Erwägung zu ziehen. Kurz, wirklich kurz. Ohne Farbe.
  3. Vertraue nicht auf Hilfsangebote. Jeder kennt all diese selbstlosen Hilfsangebote, welche in unmengen in der Schwangerschaft mitgeteilt werden. Am besten an dieser Stelle lächeln und winken. 90% aller die Hilfe angeboten haben, haben keine Zeit wenn du sie brauchst, 4% aller die Hilfe angeboten haben, kündigen dir die Freunschaft, 5% aller die dir helfen wollten sind krank und das verbleibende 1% reißt sich tatsächlich den Arsch für dich auf. Passe gut auf diese Menschen auf, sie sind wertvoll. die anderen 99% kannst du getrost vergessen. Du hast eh keine Zeit für sie.
  4. Einkaufen wird überbewertet: Viele Supermärkte bieten Lieferservices an. Nutze sie!!! Das 1% wird dafür keine Zeit haben, denn…
  5. … die schieben den Kinderwagen durch die Gegend während du schläfst, putzt, duschst, Post machst, zum Zahnarzt gehst usw.
  6. ONLINE BANKING IST EIN MUSS! Wirklich! Es ist überlebenswichtig wenn du wert auf fließend Wasser und Strom stehst, außerdem muss der Lebensmittellieferservice bezahlt werden, und Kleidung, Windeln und sonstiges Beadarfsmaterial kann man Online kaufen. Tgl für Überweisungen zur Bank im nächsten Ort los zu ziehen ist WAHNSINN! Der Aufwand steht in keiner Relation zum Zwecke.
  7. Die Kinder liegen seelig schlafend in den im letzten Moment gekauften Betten. EINE WERBELÜGE!!! Nimm die Babys mit ins Bett, und lege alles was nötig ist für nächtliche Fütterungen neben dem Bett bereit. Noch besser ist es natürlich zu stillen. Mehr Schlaf kannst du nicht raus holen. Und Schlaf ist wichtig. Schlafe wann immer du kannst. Zur Not auch wenn du bei deinen Eltern am Tisch sitzt.
  8. Baue dir ein umfangreiches soziales Netzwerk im Internet auf. Für die nächsten 12 Monate dein Nabel zur Außenwelt. Ohne den Kontakt zu Menschen wird man wirklich GAGA.
  9. Vermeide einen Umzug. Wenn du weißt das eure Bude nicht reicht, zieht um bevor dir Brut auf die Welt kommt. Umziehen mit zwei Babys ist DIE HÖLLE! Wirklich wahr. Ich habs getestet. Das ist jetzt 6 Monate her und 75% meiner Sachen sind immer noch in Kartons. Und vorher entrümpeln war auch nicht drin. Das heißt das in den Kartons zu 50% Schrott sitzt der eigentlich weg muss.
  10. Egal was kommt: Zwillinge haben ist geil! Wirklich. Du wirst zwar total verblöden und vergesslich. Das Maß an Müdigkeit nimmt Dimensionen an, von denen du keine Ahnung hast. Du wirst im Schlaf von Schlaf träumen. Deine Wohnung ist immer zu klein, deine Frisur ist immer nur halb fertig. Deine Kleidung ist auch nicht immer ganz fleckenfrei und überhaupt sieht die an dir auch irgendwie anders aus. Aber all das ist völlig unrelevant wenn du am Abend völlig fertig deine Zwillinge ins Bett bringst und sie beim Schlafen betrachtest. Wenn sie dich mit schlabberigen, rotznasigen, feuchten Babyküssen ablabbern dann kotzt dein Herz eimerweise Liebe und Hormone…

 

**** Warnung!!! Dieser Beitrag könnteSatire, Sarksamus, Zynismus und Ironie verbreiten****

 

Follow me:

https://www.facebook.com/keinsbestellt

https://twitter.com/ela_popela

https://www.instagram.com/ela.popela/