Was dürfen Mütter?

Diese Frage ist mir heute gekommen nachdem ich mich sehr sehr übler, sogenannter Kritik aussetzen musste, weil ich meine Kinder zu einer Veranstaltung am Abend mitnahm, statt sie von anderen betreuen zu lassen. In meinem Fall gibt es keine anderen, außer meiner Mutter, die sich zur Zeit jedoch von einer heftigen Ohrentzündung erholt und folglich arg angeschlagen ist.

Was dürfen Mütter tun? Mit anderen Müttern? Mit ihren Kindern?
Diese Frage ist wahrlich schwer bis unmöglich für alle befriedigend zu beantworten,  weil jeder andere Ansichten und Ansprüche an sich und seine Umwelt stellt.
Mein Anspruch an mich ist es, die Bedürfnisse meiner Kinder und meine eigenen in Einklang zu bringen. Oft genug gewinnen die Bedürfnisse der Zwillinge und ich verzichte ihnen zu liebe. Doch macht es mich zu einer schlechten Mutter wenn ich ausnahmsweise einmal meine Bedürfnisse in dem Vordergrund stelle und versuche die bestmögliche Lösung für mich und meine Kinder zu wählen, wenngleich diese Lösung anderen ein Dorn im Auge ist?
Die Frage bin ich eine schlechte Mutter kann ich klar mit NEIN beantworten.  Ich bin keine schlechte Mutter. Aber bin ich eine gute Mutter?  Das weiß ich nicht.  Das werde ich sehen in vielen Jahren wenn meine Kinder erwachsen geworden sind und ihren Weg gemacht haben. Ich bin eine Mutter. Nicht mehr und nicht weniger.
Dürfen Mütter andere Mütter verurteilen?  Bewerten? Hinterfragen?
Die ersten beiden Fragen beantworte ich mit Nein.  Und doch kommt es im Internet zu oft zu sogenannten Mommy-wars.
Stillen oder Flasche?
Babybett oder Familienbett?
Schreien lassen?
Klapse verteilen?
Bestrafen und belohnen?
Schlechte Trage oder Tuch?
Oder eben : eine Abendverabstaltung mit zwei einjährigen  ( die nicht einmal die einzigen Babys oder Kleinstkinder vor Ort waren)?
Und dann geht es los,   es wird geschimpft,  gehetzt, nach dem Jugendamt gerufen und es wird beleidigt!  Alles unter dem Motto „Meinungsfreiheit“! Dabei werden wesentliche Dinge ausgeblendet, da jeder nur einen Ausschnitt aus dem großen ganzen aus dem Leben einer anderen Familie gesehen hat, auch wird vergessen das am anderen Ende der Leitung ein MENSCH sitzt! Ein Lebewesen mit Gefühlen! Eine Person die tatenlos ansehen muss Wie über sie hergezogen wird.
Und das ist der Punkt an dem ich sage: das dürfen Mütter nicht!  Jede kann das Opfer einer Hetzjagd im Internet werden weil andere einen einzigen Ausschnitt aus dem Leben bewerten und verurteilen!
Ich habe mich dieser Kritik gestellt,  habe Stellung dazu bezogen in dem für mich üblichen flapsigen Ton. Und dennoch sehen sich andere genötigt mein handeln noch weiter zu verurteilen und nennen es Kritik.

Kennt ihr auch solche Situationen?  Wie geht ihr damit um? Lasst es mich wissen!

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3 Gedanken zu “Was dürfen Mütter?

  1. 1. Du bist eine gute Mutter. Das ist jetzt schon klar. Nicht erst in ein paar Jahren.
    2. Ich kenne die Situation. Tausendfach erlebt.
    Besonderes eindrücklich, Keks. (ca 4 Monate alt) schlief friedlich in der Trage, hatte sogar nen Gehörschutz auf und ich habe es gewagt zu einem rauchfreien, unverstärkten Konzert zu gehen.meimeimei, was mußte ich mir für Kritik anhören und wurde am Ende vom „Hausherren“ nach Hause geschickt. Ich habe ,mich selten so ausgeschlossen und bevormundet gefühlt.
    was habe ich daraus gelernt?
    a) Viele junge Menschen heute sind reaktionärer und konservativer als ihr eigenen Eltern.
    b) Nichts erzieht sich einfach wie die Kinder anderer Menschen ( das hat eine sehr kluge Frau, meine 6fache Mutter, gesagt, als ich von Tränen aufgelöst, ihr von dieser himmelschreienden Ungerechtigkeit erzählte).

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