Roses Revolution Day

Es ist der zweite Roses Revolution Day seit dem schlimmsten Erlebnis meines Lebens.
Der Roses Revolution Day gibt Frauen eine Stimme, die körperliche oder seelische Gewalterfahrungen in der Schwangerschaft,  unter der Geburt und im Wochenbett durch Hebammen und Ärzte erleiden mussten.
Sie schreiben folgendes auf ihr Logo

‚ Name it,  each woman is a Rose‘

Ich bin eine dieser Frauen. Mein Gynäkologe nahm meine Hyperemesis nicht ernst, meine Hebamme ebenfalls nicht,  sie hat mich entmündigt, misshandelt und gedemütigt. Genauso wie die Ärzte in der Klinik.
Allein gelassen.
Beleidigt.
Körperliche Übergriffe in Form von Katheter, ständiger Muttermundkontrollen , fixiert, manuelle Blasenspengung, Dauer-CTG, Zwangslage, Saugglocke bei beiden Kindern,
manuelle Plazentalösung mit anschließender Ausschabung, extremer Blutverlust.
Ich fühle mich misshandelt,  man versuchte mich zu töten uns beinahe hätten sie das geschafft. Ich kann keine Details nieder schreiben,  der Schmerz sitzt zu tief. Die Narben verblassen vielleicht irgendwann, aber verschwinden werden sie nie. Vergessen kann ich nicht,  ebenso wie ich nicht verzeihen kann.
Ich hoffe, dass ich eines Tages meinen Frieden finden werde und 3 Rosen verteilen kann, verzeihen kann und ungetrübt weiter leben kann.
Eine Rose für die Klinik,  eine für die Hebamme und eine für den Gynäkologen und sein Praxisteam.

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Omg! Ich werde ausgehen!!!!

9 kotzende Monate Schwangerschaft und fast 15 Monate als Single-Twinmama ist es soweit! Ich gehe aus. Nur ganz kurz. Es wird nur ein Essen mit Freundinnen sein und ganz ehrlich?  Ich bin nervös wie vorm ersten Date!
Meine Mama wird kommen und die Stoffels zu Bett bringen und beaufsichtigen so lang ich meinen ersten freien Abend seit 2!!! Jahren  ( stellt euch das mal vor ) versuche zu genießen.
Aber die Angst ist groß. Bzw die Sorge um die Minis und meine Mutter.
Ich stille die beiden in den Schlaf. Jeden Abend seit ihrer Geburt. Und das soll jetzt meine Mutter übernehmen. Ich kann mir gar nicht vorstellen wie das funktionieren soll aber ich bin bestmöglich vorbereitet und wir werden vor dem großen Abend üben. Von einer Freundin bekam ich Flaschen, ich besorgte Milchpulver und so ein Abkühlgerät für das Wasser so wie ein großes Sortiment an Schnullern. Also alles was nötig sein wird, wenn die Milchbar nicht verfügbar ist.

Aber jetzt will ich von euch wissen:
Wie stellen eure Papis, Omas oder Onkel/ Tanten es an, den Nachwuchs zum Schlafen zu bringen?
Schreien lassen ist selbstverständlich keine Lösung!

Was dürfen Mütter?

Diese Frage ist mir heute gekommen nachdem ich mich sehr sehr übler, sogenannter Kritik aussetzen musste, weil ich meine Kinder zu einer Veranstaltung am Abend mitnahm, statt sie von anderen betreuen zu lassen. In meinem Fall gibt es keine anderen, außer meiner Mutter, die sich zur Zeit jedoch von einer heftigen Ohrentzündung erholt und folglich arg angeschlagen ist.

Was dürfen Mütter tun? Mit anderen Müttern? Mit ihren Kindern?
Diese Frage ist wahrlich schwer bis unmöglich für alle befriedigend zu beantworten,  weil jeder andere Ansichten und Ansprüche an sich und seine Umwelt stellt.
Mein Anspruch an mich ist es, die Bedürfnisse meiner Kinder und meine eigenen in Einklang zu bringen. Oft genug gewinnen die Bedürfnisse der Zwillinge und ich verzichte ihnen zu liebe. Doch macht es mich zu einer schlechten Mutter wenn ich ausnahmsweise einmal meine Bedürfnisse in dem Vordergrund stelle und versuche die bestmögliche Lösung für mich und meine Kinder zu wählen, wenngleich diese Lösung anderen ein Dorn im Auge ist?
Die Frage bin ich eine schlechte Mutter kann ich klar mit NEIN beantworten.  Ich bin keine schlechte Mutter. Aber bin ich eine gute Mutter?  Das weiß ich nicht.  Das werde ich sehen in vielen Jahren wenn meine Kinder erwachsen geworden sind und ihren Weg gemacht haben. Ich bin eine Mutter. Nicht mehr und nicht weniger.
Dürfen Mütter andere Mütter verurteilen?  Bewerten? Hinterfragen?
Die ersten beiden Fragen beantworte ich mit Nein.  Und doch kommt es im Internet zu oft zu sogenannten Mommy-wars.
Stillen oder Flasche?
Babybett oder Familienbett?
Schreien lassen?
Klapse verteilen?
Bestrafen und belohnen?
Schlechte Trage oder Tuch?
Oder eben : eine Abendverabstaltung mit zwei einjährigen  ( die nicht einmal die einzigen Babys oder Kleinstkinder vor Ort waren)?
Und dann geht es los,   es wird geschimpft,  gehetzt, nach dem Jugendamt gerufen und es wird beleidigt!  Alles unter dem Motto „Meinungsfreiheit“! Dabei werden wesentliche Dinge ausgeblendet, da jeder nur einen Ausschnitt aus dem großen ganzen aus dem Leben einer anderen Familie gesehen hat, auch wird vergessen das am anderen Ende der Leitung ein MENSCH sitzt! Ein Lebewesen mit Gefühlen! Eine Person die tatenlos ansehen muss Wie über sie hergezogen wird.
Und das ist der Punkt an dem ich sage: das dürfen Mütter nicht!  Jede kann das Opfer einer Hetzjagd im Internet werden weil andere einen einzigen Ausschnitt aus dem Leben bewerten und verurteilen!
Ich habe mich dieser Kritik gestellt,  habe Stellung dazu bezogen in dem für mich üblichen flapsigen Ton. Und dennoch sehen sich andere genötigt mein handeln noch weiter zu verurteilen und nennen es Kritik.

Kennt ihr auch solche Situationen?  Wie geht ihr damit um? Lasst es mich wissen!