Wo bitte ist das Irrenhaus?

Nachdem sich gestern schon abzeichnete das Männerbaby krank werden würde bestätigte sich dies heute morgen, und zwar im Doppelpack denn auch Mädchenbaby machte mit.
2 babys mit rotznase, fieber und triefaugen. Auch der Arzt bestätigt : beide krank. Wir haben uns mehr oder weniger erfolgreich durch den Tag gekämpft.  Haushalt und kochen klappte mit ein paar Unterbrechungen ganz gut.
Doch ein ruhiger abend war uns nicht vergönnt. Baby 1 pinkelt  aufs Sofa während Nummer 2 grade drauf kotzt. Während ich dies reinigte: gebrüll im Doppel.
Also erstmal beide beruhigen und schlafen legen. Leider wollten die beiden noch nicht.  Auch gut dann eben ein bisschen spielen.  Meine Chance zur Toilette zu kommen.
Ich war noch nicht ganz angekommen : ein knall, Ohrenbetäubendes gebrüll, ein panisch vorbei rennender Kater.
Urheber des Chaos war schnell ausgemacht : in mitten von Scherben,  welche mal meine Lampe darstellten,  eingewickelt in Kabel : baby 1!
Schnell alles zusammen gesucht,  babys beruhigt und Scherben raus gebracht.
Währenddessen : gebrüll, schnell wieder rein, babys beruhigen, schlafen legen.
Und kurz bevor beide eingeschlafen sind sehe ich meinen Kater vorbei spazieren.  Draußen!  Also Brut in Sicherheit bringen, Kater einfangen. Währenddessen das was wir schon kennen : gebrüll!
Unter gefauche und gekratze das katertier ins Haus manövriert. Babys beruhigen. Leider waren die nicht mehr wirklich in der Stimmung. Nebenbei meiner Mutter ne Nachricht geschrieben : ich Sperre die ganze bagage in den keller. Antwort : du hast keinen keller ( na besten dank auch Mutter )
Nach endlosen 45 min haben Mädchenbaby und Männerbaby es dann endlich geschafft in den Schlaf zu finden.
Feierabend. Mag nicht mehr.

Laufend gutes tun

Die liebe Renate vom mamis-blog machte mich heute auf die aktuelle Aktion der Firma Pixum aufmerksam.
Mitarbeiter Thomas will in 3 Tagen (1.8.-3.8.) 135 km laufen, sein Chef spendet pro km 10 Euro.
Für jeden Blogartikel über diese Aktion spendet er weitere 15 Euro.
Ziel dieser Spenden soll das Kinserhospiz ‚Regenbogenland‘ werden.

Natürlich lass ich mich da nicht zweimal bitten, zum einen weil ich selber passionierte Läuferin bin zum anderen, weil ich aus persönlicher und beruflicher Erfahrung weiß, wie wichtig die Arbeit in (Kinder-)Hospizen ist, so machte vor meiner Mutterschaft die Begleitung von sterbenden einen großen Teil meines Jobs als Krankenschwester aus.
Leider ist die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Hospizen und Paliativmedizin nicht besonders groß, so kämpft man oft gegen das Vorurteil der Sterbehilfe, welche in Deutschland verboten ist.
Das hauptsächliche Anliegen von (Kinder-)Hospizen ist jedoch dieses:
Würdevoll leben bis zum Schluss, Unterstützung von Familie und Angehörigen, das bieten eines geschützen Raumes, in dem alles kann und nichts muss.
Die Mitarbeiter leisten jeden Tag großartiges, in einem der ( für mich ) schwierigsten Bereiche der Medizin und Pflege, weil es an vielem, vor allem finanzielle Hilfe, mangelt.
Ich danke der Firma Pixum für ihr Engagement!

Wer hat sich das nur ausgedacht?

Es muss jemand mit viel Humor gewesen sein, der auf die Idee kam, das Zwillinge Bazillen-Pingpong spielen.

Seit nunmehr 2,5 Wochen wird bei uns gehustet und geschnupft und gefiebert,  wahlweise in Verbindung mit einer eiternden Bindehautentzündung.

Offensichtlich haben bei unserem Umzug alle Infektionen yeah geschrien,  anders kann ich mir diese massive Ansammlung von Rotz sämtlicher Gesichtsöffnungen nicht erklären. Und so verwandelt sich das Kartonlager zur Seuchenstation. Überall fliegen Döschen und Fläschchen rum, homöopathische Mittel,  konventionelle Arzneimittel und Fieberthermometer soweit das Auge reicht…

Meine Augenringe haben rekordverdächtige Ausmaße angenommen.  Der Schlafmangel ist nie wieder auf zu holen. Die Nerven liegen brach. Keine kraft mehr. Keine Energie mehr.

Und trotz Umzug keine wirkliche Hilfe bei der Alltagsbewältigung.

Ich gebe zu, so hatte ich mir das nicht vorgestellt,  wenn gleich ich eigentlich nix anderes erwartete.

Ich bin müde. Erschöpft. Ausgelaugt.

Der Stress der letzten Monate fordert seinen Tribut.

Keine Zeit zu verschnaufen.

Show must go on.

Keine Zeit für Schwäche.

Immer weiter machen. Hoch erhobenem Hauptes.

Ich bin okay.

Mir geht es gut.

Ich erfülle die Erwartungen.

Ich möchte schreien, schlucke es runter und lächel.

Und dann liege ich damit mit meinen Kindern im Arm und hoffe das sie irgendwann erkennen können, wie sehr ich tgl für sie kämpfe. Für uns. Ich sehe ihre friedlich schlafenden Gesichter, ein zartes Lächeln auf ihren Lippen und spüre eine kleine Flamme in mir auflodern.

Sie wird genährt von Liebe und Stolz.

Und dann gibt es keinen Zweifel daran :

Der Weg, den ich wählte,  ist der richtige. Egal was andere sagen. Er mag schwerer sein als andere, aber deshalb ist er nicht schlechter.

Meine Gedanken schweifen ab, ich merke das es bald aus mir raus bricht.

Die Schrecken meiner Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Monate wollen gehört werden. Wollen verstanden werden. Sie drücken mich. Machen mich wütend. Und lassen sich immer schwerer unterdrücken…

 

 

Neustart

Ich kündigte ja bereits Veränderungen an:

Ich bin umgezogen, habe kapituliert vor der Aufgabe Zwillinge allein und ohne Hilfe groß zu ziehen.

Mit dem Umzug auch ein neuer Start meiner kleinen schreiberei hier.

Das Bedürfnis nach Veränderungen kennt zur Zeit keine Grenzen.

Die Idee kam mir bei einem Gewinnspiel zum Thema mit dem Herzen umarmt. Ich fasste alles der letzten Monate zusammen und so ergab sich der neue Name ( gewonnen habe ich natürlich nicht).

Meine Worte lauteten wie folgt:

Keins bestellt, zwei bekommen, große liebe gefunden, den größten Schmerz und die schlimmsten Anstrengungen überwunden, geweint, gelacht, fast gestorben und doch überlebt, mit liebe getragen, an der brust geschlafen, hart erkämpft, für immer im Herz!

Und darin finden wir auch die neue Ausrichtung des Blogs. Ich werde nicht mehr informieren ( zu viel Recherche und zu wenig Zeit) ich ziehe es vor zu lamentieren und mehr Gedöns aus unserem Alltag zusammen raffen. Sofern sich irgendwann mal Alltag einstellt zwischen all dem Chaos und Kartons und meinen Untermietern: Spinnen und Ohrkneifer *bäh*

Wo wir jetzt wohnen? Im Norden, am Wasser aber nicht am Meer, in mitten von Wiese und Getier… Es war eine gute Entscheidung, auch hinsichtlich meines Gesundheitszustandes, der zuletzt mehr als bedenklich war. Es geht berg auf (meistens).

Und wenn ich gelernt habe hier Kategorien einzuteilen werde ich meine Beiträge auch sortieren, aber bis dahin heißt es: Neues von uns, altes von uns, vieles was ich aufarbeiten möchte ( nein muss) und natürlich immer mal wieder was zu meinem Herzensthema Hyperemesis Gravidarum.

Ich hoffe es gibt noch ein paar Leser da draußen, ich freue mich auf euch.

Alles Liebe,

Ela